Hallo Zusammen,

in meinem heutigen Beitrag möchte ich dir mit dem Gobe Lens Mount FD zu MFT Adapter einen recht unscheinbaren aber dennoch sehr nützlichen Objektivadapter vorstellen, der es dir erlaubt Objektive mit dem analogen Canon FD - Bajonett an deine Micro Four Thirds - Kamera anzuschließen.



OLYMPUS OM-D E-M10 II WITH CANON FD 50MM F1:8

Warum habe ich mir den Gobe Lens Mount Adapter zugelegt? Was ist die Funktion und was der erhoffte Nutzen?

Gekauft habe ich diesen Adapter im Juli 2019 für 23€ bei Amazon um mein Canon FD 50mm f1.8, einem Vintage-Objektiv, das ich schon an meiner Sony Alpha 5000 genutzt habe, an meiner Olympus OM-D EM10 II weiter benutzen zu können.

Amazon.de: Gobe Objektivadapter FD-Objektiv an MFT-Kamera


Erfüllt der Adapter seinen Zweck? Was sind die Besonderheiten des Gobe Objektivadapters?

GOBE LENS MOUNT ADAPTER FD TO MFT I

Der Adapter ist gänzlich aus Metall gefertigt und macht einen wertigen Eindruck. Er besitzt logischerweise keinen Autofokus und keinerlei Datenübertragung vom Objektiv zur Kamera. Die beiden Anschlüsse sind ebenfalls aus Metall und lassen sich ohne Klemmen oder Wackeln einwandfrei bedienen.

GOBE LENS MOUNT ADAPTER FD TO MFT II

Eine Besonderheit dieses Adapters ist der zusätzliche Einstellring am Adapter, an dem man die Blende stufenlos einstellen kann, wenn man den Blendenring des Objektivs entsprechend eingestellt hat. Der Adapter hält das Objektiv genau in der richtigen Position, sodass das Fokussieren keine Probleme macht.

GOBE LENS MOUNT ADAPTER FD TO MFT III

Canon FD - Objektive sind für Kleinbildkameras gebaut. Dadurch erzeugen sie einen Bildkreis, der deutlich größer ist als der Micro Four Thirds - Sensor. Somit muss der Cropfaktor von 2 unbedingt beachtet werden.

GOBE LENS MOUNT ADAPTER FD TO MFT IV

Der Bildwinkel meines Canon FD 50mm f1.8 - Objektivs an meiner MFT-Kamera entspricht somit dem eines 100mm Objektivs am Kleinbild oder Vollformat. Dieser Adapter hat keinen Einfluss auf die optischen Eigenschaften des Objektivs, aber es gibt auch Objektivadapter, die optische Elemente verbaut haben und somit den Bildwinkel des Objektivs verändern. Diese kann man in zwei Gruppen einteilen: Teleconverter und Speedbooster.

Wenn du noch nicht weißt wie diese Adapter funktionieren, empfehle ich dir den folgenden Blogbeitrag.

OBJEKTIVADAPTER, TELECONVERTER UND SPEEDBOOSTER (FOCAL REDUCER) - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE


Fazit: Würde ich den Gobe Lens Mount Adapter heute noch einmal kaufen?

Ein klares: Ja! Die Qualität des Adapters ist sehr gut und er erfüllt seine Aufgabe mit Bravur. Auch der Preis von 23€ finde ich vollkommen gerechtfertigt. Alles in allem ist es ein gutes Produkt, das ich gerne weiter empfehle.

Bis bald!

PS: Es wurde mich sehr freuen, falls du dich durch mein Review für ein Produkt von Gobe entscheidest. Denn damit unterstützt du ein Projekt zur Aufforstung der Wälder unserer Erde. Zum Beispiel werden beim Kauf dieses Adapters fünf Bäume in Madagaskar gepflanzt. Weitere Informationen findest du im Folgenden.

Gobe: Plant Trees, Save Lives

Projekt: 1% for the Planet

Amazon.de: Gobe Objektivadapter FD-Objektiv an MFT-Kamera

Hallo Zusammen,

in diesem kurzen Beitrag möchte ich dir kurz die wichtigsten Arten von Objektivadaptern erklären. Grundsätzlich kann man Objektivadapter in drei Gruppen aufteilen. Die erste Gruppe dient lediglich dazu, Objektive mit einem anderen Anschluss an deine Kamera anzuschließen. Diese Adapter sind meistens relativ simple Metallringe, die zum einen den Abstand zwischen Sensor und Objektiv anpassen und zum anderen die beiden verschiedenen Anschlüsse haben. Sie besitzen keine optischen Elemente im Inneren. Adapter mit optischen Elementen werden in Teleconverter und Focal Reducer unterteilt.

GOBE LENS MOUNT ADAPTER FD TO MFT II


Teleconverter: Mehr Brennweite auf Kosten der Lichtstärke

Ein Teleconverter vergrößert die Brennweite zu Lasten der Lichtstärke. Mit einem 1,4-fachen Telekonverter gewinnt man 40% Brennweite und verliert eine Blende an Lichtstärke. Aus einem 100mm f2.8 wird somit ein 140mm f4.0. Dieser Effekt wird durch eine Verbreiterung des Bildkreises erzeugt, wodurch weniger Licht auf gleicher Fläche verfügbar ist. Teleconverter gibt es für nahezu alle Kamerasysteme und machen besonders im Tele- und Supertele-Bereich viel Sinn. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Sport- oder Wildlifefotografie.


Speedbooster: Mehr Lichtstärke auf Kosten der Brennweite

Ein sogennanter Focal Reducer oder Speedbooster verkleinert die Brennweite zu Gunsten der Lichtstärke. Mit einem 0,7-fachen Speedboster verliert man 30% der Brennweite und gewinnt eine Blende an Lichtstärke. Aus einem 100mm f2.8 wird somit ein 70mm f2.0. Dieser Effekt wird durch die Verkleinerung des Bildkreises erzeugt, wodurch mehr Licht auf gleicher Fläche verfügbar ist. Speedbooster machen besonders bei adaptierten Objektiven Sinn, die ursprünglich für ein größeres Format konzipiert worden sind. Zum Beispiel bei Mittelformat-Objektiven an Kleinbild-Kameras oder bei Kleinbild-Objektiven an APS-C- oder MFT-Kameras.


Ich hoffe dieser Beitrag hat dir geholfen. Wenn ja lass' es mich doch durch einen Kommentar unter diesem Beitrag wissen!

In diesem Sinne: bis bald!

Weiterführende Links:
Wikipedia: Teleconverter
Wikipedia: Focal Reducer

Hallo Zusammen,

ab sofort werde ich jeden Monat eine relativ kurze monatliche Zusammenfassung über meine persönlichen Eindrücke aus der Welt der Fotografie in Form eines Blogbeitrags mit euch teilen. Thematisch werde ich vor allem die Themen behandeln, die mich selbst bewegt beziehungsweise interessiert haben. Das können technische Themen wie interessante neue Kameras und Objektive, aber auch persönliche Themen wie die Vorstellung von interessanten Fotografen, das Besprechen von aktuellen Ereignissen oder auch Meinungsbeiträge verschiedenster Art sein.

DIE #NEWS im Januar 2020


Die Themen in dieser Ausgabe im Überblick:

Die Präsentation der Fujifilm XT-200 mit dem Objektiv XC 35mm f/2
Die Dokumentarserie "Destination Namibia" von Krolop & Gerst
Leica M10 Monochrom: eine Kamera, die mich inspiriert hat
Keine neuen Canon EF-Objektive mehr!?
Blog: Die neue Archivfunktion
Blog: Meine Beiträge aus dem Monat Januar 2020


Die Präsentation der Fujifilm XT-200 mit dem Objektiv XC 35mm f/2

Die Präsentation von neuen Kameras an sich ist nichts besonderes. Fast jeden Monat hört man von neu vorgestellten Kameras. Was macht die Präsentation der Fujifilm XT-200 dann so besonders? Das mitangekündigte Objektiv, das möglicherweise auch als ein neues Kit-Objektiv zusammen mit der Kamera angeboten werden könnte! Die Fujifilm XT-100 wird nämlich mit dem lichtschwachen Standardzoom-Objektivs XC 14-45mm PZ angeboten. Die XT-200 könnte nun die relativ lichtstarke und ebenfalls neu vorgestellte Festbrennweite XC 35mm f2.0 als Kit-Objektiv erhalten. Diese Kombination ergibt auf mehreren Ebenen Sinn. Jedem Fotografie-Einsteiger wird geraten, sich so schnell wie möglich eine lichtstarke Festbrennweite mit kleinbildäquivalenten 50mm zu besorgen, um bessere Bilder zu machen. Die 35mm des Fujifilm-Objektivs ergeben durch den Crop-Faktor von 1,5 des APSC-Sensors der XT-200 mit 52,5mm kleinbildäquivalent in etwa den Blickwinkel des menschlichen Auges. Mit einer Festbrennweite bist du zusätzlich dazu gezwungen deine Füße zu benutzen, um den Bildausschnitt zu verändern. Das fördert vor allem den Blick für deine Motive. Auch technisch machen Festbrennweiten in diesem Preissegment Sinn, da sie meist lichtstärker sind und in der Regel eine bessere Abbildungsqualität haben als Zoomobjektive. Man "spart" sich quasi das billige Standardzoom-Objektive und startet gleich richtig in die Fotografie!


Wenn dir all diese Begriffe nichts sagen, empfehle ich dir meine Beiträge aus der Reihe Grundlagen der Fotografie, die ich neben der Quelle für diese News ebenfalls verlinken werde.

Weiterführende Infos:

Photografix - Fuji X-T200 & neues XC 35mm f/2 präsentiert

Beitrag: DIE BRENNWEITE: MEHR ALS NUR DER ZOOM! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE
Beitrag: DIE BLENDE: WAS BEDEUTET DAS F? - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE
Beitrag: DIE SENSORGRÖSSE: EINE UNENDLICHE GESCHICHTE VON VOLLFORMAT, APSC, MFT UND JUCHEE! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

Die Dokumentarserie Destination Namibia von Krolop & Gerst

Meine Lieblingsserie für 2020 habe ich mit "Destination" von Martin Krolop und Marc Gerst bereits jetzt im Januar gefunden. Da lege ich mich jetzt schon fest. Die Serie der beiden Fotografen findet ihr auf Amazon Prime und natürlich auf dem YouTube-Kanal KROLOP & GERST. In der ersten Staffel begleiten wir die beiden Fotografen und ihr Team während einer Fotoreise nach Neuseeland. In der zweiten Staffel, die aktuell noch läuft, ist das Reiseziel Namibia. Neben beeindruckenden Landschaften und guter Unterhaltung bietet die Serie gerade für Fotografen einige gute Tipps für deine Fotos. Hier kann ich bedenkenlos eine Empfehlung für alle Fotografie-Begeisterten aussprechen!

Weiterführende Infos:

Playlist: Destination Neuseeland auf YouTube
Playlist: Destination Namibia auf YouTube
YouTube-Kanal: KROLOP & GERST
Destination auf Amazon Prime Video

Leica M10 Monochrom: eine Kamera, die mich inspiriert hat

Warum ich die Leica M10 Monochrom mit in meine News aufgenommen habe weiß ich tatsächlich selbst nicht wirklich. Wahrscheinlich, weil mich diese Kamera einfach beeindruckt hat. Obwohl mein Kopf sagt, dass ich diese Kamera nie brauchen werde, sie mich durch das manuelle Fokussieren und die Beschränkung auf Schwarzweißfotos viel zu sehr einschränken würde und sie ohnehin viel zu teuer für meinen Geldbeutel ist, habe ich trotzdem dieses "Haben-Wollen"-Gefühl. Vielleicht liegt der Reiz an dieser Kamera in ihren vielen Einschränkungen begründet. Zusammen mit den viel gelobten Objektiven für das Leica M - Bajonett spielt die Leica M10 Monochrom in vielerlei Hinsicht in ihrer eigenen Liga. Wie dem auch sei. Ich werde diese Kamera wahrscheinlich nie in meinen Händen halten und ich bin auch gar nicht traurig darüber. Ich freue mich aber dennoch sehr darüber, dass sie mich dazu gebracht hat den Monochrome-Modus meiner Olympus OM-D EM10 Mark II wieder mehr zu benutzen. In Verbindung mit meinem Canon FD 50mm f1.8 kommt nämlich zumindest ein wenig das Gefühl auf, als hätte ich eine Leica M10 Monochrom in der Hand, nur eben in Kombination mehr als 7.000€ günstiger.

Weiterführende Infos:

Photografix - Leica M10 Monochrom: Die neue Königin unter den Schwarzweißkameras

Keine neuen Canon EF-Objektive mehr!?

Canon arbeitet anscheinend nur noch an neuen Objektiven für den M-Mount und den neuen RF-Mount und stellt somit die weitere Entwicklung von Objektiven mit EF-Mount ein. Damit setzt Canon ein Zeichen in Richtung spiegellose Systemkameras. Die bisherigen RF-Objektive sind ja leider ziemlich exotisch und nicht wirklich für "normale" Leute gedacht. Da ein Kamerasystem für Fotografen vor allem durch eine gute Objektivauswahl interessant ist, ist der Schritt meines Erachtens nach wichtig um das RF-System zu etablieren.

Weiterführende Infos:

Photografix - Canon stellt Entwicklung von neuen EF-Objektive ein

Blog: Die neue Archivfunktion

Im Januar habe ich wieder einmal etwas an der Technik geschraubt, die im Hintergrund meines Blogs arbeitet. Dabei ist das neue Archiv entstanden, welches ich nun auf mehreren Unterseiten in verschiedener Ausführung eingebaut habe. Dadurch kann ich dir nun dynamische Übersichtsseiten für die einzelnen Themengebiete meines Blogs anbieten. Cool, oder? Das Beste daran ist die neue Suchfunktion, die es dir erlaubt meine Beiträge gezielt nach deinen Wünschen zu durchsuchen.

Weiterführende Infos:

ARCHIV
BEITRAGSREIHE: BILDKOMPOSITION
BEITRAGSREIHE: GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE
BEITRAGSREIHE: REVIEWS

Blog: Meine Beiträge aus dem Monat Januar 2020

Auch in Januar gab es wieder einige neue Beiträge auf meinem Blog. Hast du schon alle gelesen?

#1 - DIE THEMEN FÜR MEINEN BLOG IN 2020
#2 - BILDKOMPOSITION #05: WENIGER IST MEHR
#3 - DIE LICHTEMPFINDLICHKEIT: WAS BEDEUTET ISO UND WOHER KOMMT DAS BILDRAUSCHEN - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

Vielen Dank für dein Interesse an meinem Content! Wie hat dir das neue Format gefallen? Schreib mir doch einfach deinen Kommentar unter diesem Beitrag.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal :)

Hallo Zusammen!

In diesem Beitrag möchte ich mich dem Thema Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums widmen.
Kurz: dem ISO-Wert.

Ich möchte erklären was der ISO-Wert bedeutet und welchen Einfluss er auf dein Bild hat. Beginnen möchte ich jedoch mit einer kurzen geschichtlichen Hinführung.

BACK TO THE ROOTS

Woher kommt der Begriff ISO?

In der analogen Fotografie hatte man damals logischerweise noch keine Fotosensoren in den Kameras. Der analoge Film hat aber die gleiche Funktion wie heute der Sensor: der Film fixiert die Informationen des einfallenden Lichts und persistiert somit die Bildinformationen. Die Lichtempfindlichkeit des Films war im Gegensatz zum Fotosensor physisch an den eingelegten Film gebunden und konnte nicht per Kameraeinstellung geändert werden. Durch verschiedene chemische Zusammensetzungen gibt es Filme mit verschiedenen Lichtempfindlichkeiten. Die Standards hierfür wurden von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) festgelegt. Filme mit höheren ISO-Werten nannte man auch "schnelle" Filme. Warum man sie so nannte erkläre ich später. Gängige Einheiten für die Lichtempfindlichkeit des Films sind ISO und ASA. Die Lichtempfindlichkeit in ASA ist lediglich für Schwarzweiß-Filme relevant.

Der Einfluss des ISO-Werts

Grundsätzlich gilt: je höher der ISO-Wert, desto "schneller" ist das Aufnahmemedium. Verdoppelt man den ISO-Wert so erhält man die gleiche Belichtung in der halben Zeit. Dieser Zusammenhang führt dazu, dass man bei gleicher Belichtungszeit besser in dunkleren Umgebungen fotografieren kann. Leider gibt es ein Problem mit der Lichtempfindlichkeit. Mit zunehmender Empfindlichkeit nehmen die Bildinformationen ab. Bei analogen Fotografien macht sich ein hoher ISO-Wert durch ein gröberes Filmkorn bemerkbar. Das Filmkorn ist jedoch bei vielen Fotografen auch ein beliebtes Gestaltungselement. In der digitalen Fotografie führt ein hoher ISO-Wert in der Regel zu unerwünschtem Bildrauschen und einem reduzierten Dynamikumfang. Deshalb solltest du stets mit dem niedrigsten ISO fotografieren, der es dir erlaubt dein Bild ohne Verwackelungen und ohne Bewegungsunschärfe aufzunehmen.

Eine Auflistung der gängigen ISO-Werte

Diese Liste zeigt die meisten heute noch gebräuchlichen ISO-Werte. Natürlich sind auch andere Werte, die zwischen den aufgelisteten Werten liegen, möglich.

25 - 50 - 64 - 100 - 200 - 400 - 800 - 1600 - 3200 - 6400 - 12800 - 25600 - 51200 - 102400 - 204800 - 409600 - … 

Jedes mal, wenn der Wert verdoppelt wird, gewinnt man eine Blende an Helligkeit. Moderne Kameras können in der Regel mit ISO-Werten bis 800 oder 1600 sehr gute Resultate liefern.

Die sehr niedrigen und die sehr hohen ISO-Werte sind selbst heute sehr exotisch. Sie werden meist bei Kameras eingesetzt, die einen speziellen Verwendungszweck haben. Besonders hohe ISO-Werte sind zum Beispiel in der Reportagefotografie und die besonders niedrigen beispielsweise in der Landschaftsfotografie nützlich.

Wie nutzt man den ISO-Wert am Besten

Deine Familienfotos werden beispielsweise deutlich besser, wenn du anstatt mit 

ISO 100 bei 1/15 Verschlusszeit

mit

ISO 800 bei 1/120 Verschlusszeit

fotografierst. 

An diesem Beispiel erkennst du auch gut rechnerischen Zusammenhang. 

ISO Verschlusszeit
100 1/15
200 1/30
400 1/60
800 1/120

Die digitalen Kameras der letzten Jahre sind allesamt so gut geworden, dass man bedenkenlos bis ISO 800/1600 gehen kann ohne merkliche Einbußen in der Qualität hinnehmen zu müssen.

Zusammenfassung: Nicht auf das Rauschen kommt es an

Die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums ist ausschlaggebend für die Belichtung deiner Bilder. Hier sind große Formate natürlich klar im Vorteil, da sie mehr Fläche bieten um aus dem einfallenden Licht die Bildinformationen zu gewinnen. Hier solltest du dich aber keineswegs verrückt machen lassen. Nur weil du ein Bild mit ISO 1600 oder gar ISO 6400 belichtest, heißt das noch lange nicht, dass du ein schlechter Fotograf bist oder dass deine Kamera nichts taugt. Es kommt in der Fotografie auch auf viele andere Faktoren an wie beispielsweise die Bildkomposition.

Meine Beiträge zum Thema Bildkomposition findest du hier:
BEITRAGSREIHE: BILDKOMPOSITION

Ich hoffe dir hat mein Blogbeitrag zum Thema Lichtempfindlichkeit und ISO gefallen. Schau doch auch mal auf meinem Instagram-Account vorbei. 

In diesem Sinne: bis bald!

Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Entferne überflüssige und störende Bildelemente

In diesem Tipp geht es vor allem darum, dass man vermeiden sollte zu viele Elemente zur gleichen Zeit im Bild zu haben. Hat man zu viele Bildelemente sorgt das beim Betrachter für Ablenkung. Er wird damit beschäftigt sein, sich alles anzuschauen. Deine Intention oder gar dein eigentliches Motiv können dadurch in den Hintergrund geraten. Ziel ist also ein minimalistisches und bewusstes Ausfüllen des Bildes.

Um das zu verhindern solltest du zunächst zufällige, störende und offensichtliche Dinge aus deinem Bild entfernen. Ein kleines Beispiel: du möchtest ein Portrait von deinem Partner im Park machen. Achte darauf, dass kein Müll im Bild liegt. Auch Äste und Zweige, die in das Bild ragen, sind zunächst nicht erwünscht. Geht einfach ein paar Schritte weiter. Der Müll und der Ast sind Bildelemente, die mit deinem Motiv eigentlich nichts zu tun haben, aber dennoch können sie die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Sie zu entfernen kann dein Foto um einiges aufwerten.

Berührung von Bildelementen vermeiden

Hat man sich dafür entschieden mehrere Bildelemente zu nutzen, sollte man besonders darauf achten, dass sich die Elemente nicht berühren. Die klare Trennung sorgt für mehr Fokus auf dem Motiv. Ein Fotobeispiel von mir kannst du unter diesem Abschnitt sehen. Meine Sohn steht mit der Hand angelehnt an einem Baum und mit dem Rücken zu mir. Durch die geringe Berührungsfläche sind beide Elemente optisch leicht voneinander zu trennen. Würde er aber mit dem Rücken am Baum stehen, wäre diese Trennung nicht mehr gegeben und ich hätte dieses Foto anders fotografieren müssen.

RESTING

Langzeitbelichtung für minimalistische Bildkomposition in der Landschaftsfotografie

Auch in der Landschaftsfotografie kann man diesen Tipp anwenden. Hier sollte man sich auf 3 bis 4 Bildelemente begrenzen. Einige Bildelemente können hierbei sehr viel Fläche einnehmen, wie beispielsweise der Himmel oder das Wasser. Gerade bei diesen Bildelementen kann es sich lohnen eine Langzeitbelichtung mit ND-Filter durchzuführen. Durch die Langzeitbelichtung wirken Wasser und Himmel auf dem Bild wie "geglättet". Dieser Effekt wirkt sich ebenfalls positiv auf die minimalistische Bildkomposition aus.

Trenne dein Motiv vom Hintergrund

Ein weiterer wichtiger Schritt hin zur guten Bildkomposition ist es dein Motiv so herauszuarbeiten, sodass eine Trennung zwischen den Bildebenen Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund entsteht. Diese Trennung geschieht optisch vor allem über Kontraste. Von vielen Fotografen wird hier sehr gerne der Kontrast von scharfen Bildbereichen zu unscharfen genutzt. Aber auch Kontraste in Form, Farbe und Helligkeit sind hier denkbar. Dadurch sollte dein Motiv im besten Fall zu dem Eyecatcher in deinem Bild werden.

Zusammenfassung: Ist weniger besser oder doch zu wenig?

Bei der Bildkomposition als künstlerischen Aspekt innerhalb der Fotografie gibt es kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, dass du dich bewusst für deine Stilmittel entscheidest. Wenn du den umgekehrten Effekt nutzen möchtest und den Betrachter auf den ersten Blick verwirren oder dein Motiv sogar im Bild verstecken möchtest, dann musst du diesen Tipp unweigerlich umgekehrt betrachten.

Vielen Dank für's Lesen! Ich hoffe dir hat mein Beitrag zur bewusst minimalistischen Bildgestaltung gefallen. Wenn dem so ist würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du meinen Blog bald wieder besuchst.

In diesem Sinne: bis bald!

Hallo Zusammen!

Dieser Beitrag soll eine grobe thematische Ausrichtung meines Blogs für das Jahr 2020 darstellen. Ich habe für dieses Jahr die Fortsetzung der bestehenden Beitragsreihen sowie die Einführung von einigen neuen Themenbereichen geplant. Welche Themen das konkret sind, erfährst du im Folgenden.

Fortsetzung bekannter Reihen

Wer mir schon etwas folgt kennt sicher schon die Reihen "Grundlagen der Fotografie" und "Bildkomposition". In diesen Reihen geht es um relativ allgemein gültige Themen, die auch langfristig relevant sind. Hier möchte ich meine Inhalte vor allem breiter aufstellen. 

In "Grundlagen der Fotografie" behandle ich unter anderem die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten für die manuelle Belichtung an einer DSLR / DSLM und deren Auswirkungen auf dein fertiges Bild. Hier gebe ich dir quasi eine allgemein gültige technische Einführung für deine Kamera.

Der Fokus bei "Bildkomposition" liegt im Gegensatz zur eben angesprochenen Reihe auf der Kunst innerhalb der Fotografie. Es geht darum deine Bildelemente bewusst als Gestaltungsmittel innerhalb deines Fotos zu nutzen, deinen fotografischen Blick für neue und spannendere Motive zu schulen und dir somit neue kreative Wege zu öffnen. 

Neue Beitragsserien

Dazu sollen drei neue Serien kommen durch welche ich mir etwas mehr Flexibilität für meine regelmäßigen Beiträge erhoffe. Klar könnte ich auch ohne diese relativ strikte Einteilung regelmäßiger veröffentlichen, aber so ist es etwas aufgeräumter für meinen Geschmack. 

Ich werde eine "Review"-Reihe starten, in der ich Stück für Stück jedes Teil meiner Ausrüstung zeige und dabei reflektiere, ob das Teil seinen gewünschten Zweck erfüllt, oder ich mich heute lieber anders entschieden hätte.

In der neuen Reihe "Fotolexikon" werde ich die Bedeutung von einzelnen Begriffen, die innerhalb der Fotografie benutzt werden, erklären und weiterführende Informationen verlinken.

Und zum Schluss wird es auch noch eine Reihe "Fotografieren: ..." geben. Hier werde ich die verschiedensten Bereiche behandeln. Die Beiträge werden dann Titel haben die allesamt nach dem folgenden Schema funktionieren: 

Fotografieren #001: bei schlechtem Wetter
Fotografieren #002: mit Vintage-Objektiven

... und so weiter.

Und wozu das Ganze?

Ganz einfach. Ich möchte meine Beiträge gut sortiert und übersichtlich für euch bereit stellen. Das klappt am besten, wenn anhand des Titels sofort klar wird, was man von dem Artikel erwarten kann. Des weiteren wird es für jede Reihe demnächst auch eine Übersichtsseite geben, auf der du alle Beiträge der Reihe nach verlinkt findest. Diese Übersichten werde ich auch in diesem, in weiteren Beiträgen und auf der Startseite verlinken. 

In diesem Sinne bedanke ich mich für dein Interesse an meinem Blog und wünsche einen guten Start in das neue Jahrzehnt.

Bis bald!   

Hallo Zusammen!

Ich möchte mich in diesem Beitrag zu aller erst bei euch für euer Interesse an meinem Blog bedanken.

In meinem Beitrag DAS JAHR 2019: MEIN BLOG IN ZAHLEN habe ich bereits über die diesjährigen Erfolge und meine Blog-Ziele für das Jahr 2020 geschrieben.

Es ist überwältigend, wie viel Reichweite man mit einem so kleinen Blog erreichen kann.

Vielen Dank!

Auch für nächstes Jahr habe ich mir bereits einiges vorgenommen und ich hoffe, dass du mich auf meinem Weg begleitest.

In diesem Sinne wünsche ich euch vor meiner Weihnachtspause ein glückliches und besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start in das Jahr 2020.

Bis Januar!


PS: Die nächsten Beiträge gibt es dann im nächsten Jahrzehnt... :)


XMAS GREETINGS

Hallo Zusammen!

Wieder einmal neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Viele Menschen lassen das Jahr in der Weihnachtszeit noch einmal Revue passieren und schauen auf die Erfolge und auch die Misserfolge des vergangenen Jahres zurück.

GOALS FOR 2020

Für mich geht es an dieser Stelle vor allem darum, dass ich nächstes Jahr auf diesen Beitrag zurücksehen kann und sehe wie sich mein Blog im zurückliegenden Jahr entwickelt hat. Also lasst uns mit diesem Beitrag zusammen auf meine diesjährigen "Erfolge" zurückblicken.

Die Inhalte meines Blogs...

... sind dieses Jahr langsam aber stetig gewachsen. Im Zeitraum vom 01.01.2019 bis 31.12.2019 habe ich 18 Artikel verfasst. Zudem kommen noch die Arbeiten an Unterseiten wie dem Downloadbereich, die Datenschutzerklärung und dem Kontaktformular.

Google Analytics ...

... liefert bekanntermaßen Daten zur Nutzung der Website. Von quantitativen Kennzahlen wie Anzahl der Seitenaufrufe über qualitative Kennzahlen wie die prozentuale Verteilung des Geschlechts, der Länder oder des Browsers. Diese Daten sind sehr nützlich, wenn es darum geht, die eigene Webseite in Bereichen zu optimieren, in denen man noch Defizite hat. An dieser Stelle stammen die Daten aus dem Zeitraum vom 01.12.2018 bis 30.11.2019. Hier ein paar Zahlen:

Im besagten Zeitraum hat mein Blog 2598 Seitenaufrufe von insgesamt 584 Nutzern erzielt. Ganze 580 Benutzer waren zuvor noch nie auf meiner Website. Insgesamt wurden 1059 Sitzungen gezählt. Das entspricht ca. 1,81 Sitzungen pro Nutzer und 2,45 Seiten pro Sitzung im Schnitt. Mit insgesamt knapp 2600 Seitenaufrufen bin ich mehr als zufrieden. Bei diesem Ergebnis ist vor allem die Leistung in der Google-Suche mit 56% der Seitenaufrufe entscheidend gewesen. Lediglich 8% meiner Seitenaufrufe habe ich durch Social Media erzielt. Hier habe ich noch Verbesserungspotential. 

Seitenaufrufe nach Channel:
56% Organic Search,
32% Direct,
8% Social,
4% Referral 

Google Search Console ... 

... liefert Daten bezüglich der Leistung der eigenen Website in der weltweit führenden Suchmaschine. Hier kann man sehen, wie oft und vor allem welche Unterseiten in der Google-Suche erschienen sind. Meine Website ist im Zeitraum vom 01.12.2018 bis zum 30.11.2019 genau 16044 mal in der Google Suche ausgespielt worden. Dabei waren die drei Suchbegriffe bei denen meine Seite am besten platziert war die folgenden: 

was ist fotografie
canon fd 50mm f1.8
tobias kürschner 

Meine Seite habe ich bewusst auf meinen eigenen Namen hin optimiert, weshalb es an dieser Stelle nicht verwunderlich ist, dass sie unter diesem Suchbegriff gute Ergebnisse liefert. Die beiden anderen Suchanfragen passen genau auf meine beiden erfolgreichsten Beiträge in diesem Jahr. Die drei besten Unterseiten meines Blogs in der Google Suche waren nämlich die folgenden: 

NEUES OBJEKTIV IM STALL: CANON FD 50MM F1.8
WAS IST FOTOGRAFIE? - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE
Tobias Kürschner Fotografie - Blog und Portfolio (Startseite)

Meine Website wurde vor allem in den DACH - Ländern, also Deutschland, Österreich und der Schweiz, in den Ergebnissen der Google-Suche ausgespielt. 

Meine Ziele für 2020

Zu aller erst möchte ich kurz erklären, warum es so wichtig ist sich selbst Ziele zu stecken. Schon das Formulieren und Niederschreiben von Zielen erhöht die Wahrscheinlichkeit deine Ziele zu erreichen enorm. Dabei sollte man darauf achten, dass die Ziele auch SMART sind. Das bedeutet sie sind: 

pezifisch, M essbar, A ttraktiv, R ealistisch und T erminiert. 

Die Zahlen in diesem Beitrag finde ich persönlich schon sehr beeindruckend. Ich betreibe diesen Blog als Hobby nebenbei und freue mich über jeden Leser. Ich möchte mich jedoch auch weiterentwickeln in dem was ich mache und möchte deshalb an dieser Stelle ein paar Zahlen aufstellen, die ich nächstes Jahr im selben Zeitraum erreichen möchte.

Ich möchte im Vergleichszeitraum auf 10.000 Seitenaufrufe kommen. Das sind ungefähr vier mal mehr als bisher. Ich möchte erreichen, dass mein Blog nächstes Jahr mindestens 30.000 mal in der Google-Suche ausgespielt wird. Eine Steigerung um etwa 100 Prozent. Ich möchte nächstes Jahr 30 Beiträge veröffentlichen. Das sind 12 Beiträge mehr als diese Jahr. Ich möchte nächstes Jahr einen Newsletter, eine Suchfunktion und ein Anmeldeformular für TFP-Fotoshootings als neue Funktionen für meinen Blog vorstellen. Im Bereich Social Media möchte ich sowohl auf Twitter als auch auf Instagram rund 200 Follower erreichen.

Ich hoffe euch hat mein kleiner Artikel gefallen. Ich freue mich wie immer auf deinen Kommentar unter diesem Beitrag. Bis bald!    

Hallo Zusammen!

Der heutige Beitrag fällt im Vergleich zu meinen sonstigen Beiträgen etwas aus der Reihe. Ich habe die Gelegenheit die, meiner Meinung nach, sehr gut gelungene Infografik zum Thema Fotografie mit dem Smartphone von Preis.de mit euch zu teilen.

Hier geht es zum Originalartikel: Bessere Fotos mit dem Smartphone: Profi-Hacks & Apps.

THUMBNAIL PREIS.DE INFOGRAFIK

Die Infografik: 26 Tipps für bessere Fotos (mit dem Smartphone)

Die Tipps der Infografik sind meiner Meinung nach nicht nur für das Fotografieren mit dem Smartphone relevant. Auch mit deiner DSLR / DSLM kannst du die meisten Punkte bedenkenlos für deine Fotografie übernehmen. Im Folgenden werde ich zu jedem Tipp meine kurze Meinung abgeben. Mit dem folgenden Link könnt ihr euch die Grafik herunterladen, um sie euch parallel zu meinem Artikel anschauen zu können.

DOWNLOAD: Infografik - Tipps für bessere Smartphone-Fotos von Preis.de

Die komplette Infografik ist am Ende des Beitrags noch einmal eingebunden.

#01: Das richtige Smartphone

Diesen Tipp könnt ihr fast gänzlich auf eure Kamera übertragen, denn nicht nur ein Smartphone braucht möglichst viele Megapixel. Hier ist jedoch immer zu beachten, dass auch entsprechende Optiken verwendet werden, die diese Details auch auflösen können. Es nützt dir nichts mit einem Flaschenboden ein 100MP-Bild zu machen. Eine möglichst hohe Geschwindigkeit des Autofokus und die (mechanische) Bildstabilisierung sind ebenfalls wichtige Eigenschaften, die eine moderne Kamera mitbringen sollte. Durch einen möglichst großen Sensor kann man seine Bilder qualitativ auch verbessern. Hier kann ich alle Sensorgrößen ab dem MFT-Format bedenkenlos empfehlen. Für detailliertere Informationen zum Sensor kannst du in meinem Beitrag zum Thema Sensorgrößen lesen.

DIE SENSORGRÖSSE: EINE UNENDLICHE GESCHICHTE VON VOLLFORMAT, APSC, MFT UND JUCHEE! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

#02: Manuelle Einstellungen nutzen

Hier kann ich mich der Grafik nur anschließen: Automatiken sind gut, bequem und manchmal auch essenziell, jedoch kann man das fertige Bild nur dann zu 100 Prozent bestimmen, wenn man auch die volle Kontrolle über die Belichtung hat.

#03: ISO (möglichst) niedrig halten

Klar gibt es Situationen mit wenig Licht in denen ein hoher ISO-Wert notwendig ist. Dieser sorgt aber immer für eine schlechtere Bildqualität in Form von verrauschten und unscharfen Bildern. Hier sollte man sich überlegen, ob man den ISO vielleicht durch eine längere Verschlusszeit oder eine künstliche Lichtquelle senken kann.

#04: Stabilität gewährleisten

Kurz und knapp: Nutze ein Stativ, wann immer es dir möglich ist.

#05: Auf digitalen Zoom verzichten

Wie in der Grafik bereits erwähnt, ist der digitale Zoom lediglich ein Crop des Weitwinkels und führt daher immer zu einer schlechteren Bildqualität. Der optische Zoom durch entsprechende Zoom-Objektive an deiner DSLR / DSLM ist davon nicht betroffen. Die These, dass ein Zoom-Objektiv schlechter sei als eine Festbrennweite, gilt nur dann, wenn die Optiken auch die selbe Qualität haben. Einen hilfreichen Beitrag von mir zum Thema Brennweiten findest du hier.

DIE BRENNWEITE: MEHR ALS NUR DER ZOOM! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

#06: Objektiv säubern

Kameras sind Hochleistungsgeräte im Schafspelz. Die Pflege der eigenen Ausrüstung ist notwendig, um deren ständige Betriebsbereitschaft zu gewährleisten. Hierzu sollte neben einer fingerabdruck-, staub- und schlierenfreien Optik auch eine gelegentliche Reinigung des Sensors deiner DSLR / DSLM mit Hilfe eines Blasebalgs nicht schaden!

#07: Bildkomposition - Die Drittel-Regel

Die Drittel-Regel ist die einfachste Regel der Bildkomposition. Ich nutze sie bei fast jedem Foto, das ich mache. Zum Thema Bildkomposition habe ich eine Reihe von Beiträgen hier auf meinem Blog verfasst. Wenn du dich für Fotografie interessierst, kann ich dir diese Beiträge nur wärmstens empfehlen.

BILDKOMPOSITION #02: WÄHLE DEN RICHTIGEN BILDAUSSCHNITT - GOLDENER SCHNITT UND DRITTEL-REGEL

#08: Gegenlicht nutzen

Das Gegenlicht ist ein sehr interessantes Gestaltungsmittel, welches deinen Fotos das gewisse Etwas geben kann. Dabei verhält sich jedes Objektiv im Gegenlicht etwas anders. Vor allem ältere Optiken haben meist eine interessante Zeichnungen in den Lensflares.

#09: Mit Schärfentiefe arbeiten

Das Wissen um den Effekt der Blende auf dein Bild ist für einen Fotografen essentiell wichtig. Auf meinem Blog habe ich mich mit dem Thema bereits ausgiebig befasst.

DIE BLENDE: WAS BEDEUTET DAS F? - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

#10: Auf Blitz verzichten

Der in der Kamera oder im Smartphone verbaute Blitz ist bestenfalls als Taschenlampe zu gebrauchen. Die Arbeit mit künstlichen Lichtquellen erfordert einiges an Arbeit und Erfahrung bis entsprechende Bilder entstehen. Aber es lohnt sich! Mein Review zu einem relativ günstigen Fotostudio-Set von Amazon findet ihr hier:

LOW-KEY-SELBSTPORTRAIT MIT GÜNSTIGEM FOTOSTUDIO-SET VON AMAZON

#11: Keine Fotofilter benutzen

Erst fotografieren, dann bearbeiten. Ganz einfach. Welchen Editor du dann benutzt ist dabei nicht so wichtig. Versuche jedoch so viele Bearbeitungen wie nur möglich durch entsprechende Fototechniken direkt beim Fotografieren zu ersetzen.

#12: Lichtstimmung beachten

Gerade Landschaftsfotografen können durch das Nutzen der Goldene Stunde oder der Blaue Stunde sehr imposante Bilder aufnehmen. Aber auch in der Portraitfotografie muss auf das Licht geachtet werden. Hier ist ein gleichmäßiges und weiches Licht zu empfehlen, welches du auch ohne eine teure Studioausrüstung, wie beispielsweise Blitze, Lichtformer und Reflektoren, nutzen kannst. An einem möglichst großen Fenster stellst du dich und dein Model gegenüber auf. Durch die möglichst große Fensterfläche erhälst du ein gleichmäßiges und natürliches Licht, das perfekt für Portraitaufnahmen geeignet ist.

#13: Störfaktoren eliminieren

Wie schon in der Grafik erwähnt, sollte man möglichst alle störenden Elemente aus dem Bild entfernen. Das können Elemente im Hintergrund sein, aber auch Teile von Pflanzen oder Bäumen die aus dem Model heraus oder in das Bild hinein ragen. Mit einem kurzen und kritischem Blick auf die eigene Bildkomposition kann man das Bild um einiges aufwerten.

#14: Bildgröße maximieren (Auflösung / Pizelanzahl)

Dieser Punkt ist meiner Meinung nach nicht ganzheitlich beschrieben. Klar bringen mehr Megapixel tendenziell mehr Bildinformationen. Wie Eingangs bereits erwähnt, benötigt man dazu aber auch entsprechend hochwertige Objektive um diese Bildinformationen auch zu erhalten. Zum anderen sorgen mehr Pixel auf gleicher Fläche tendenziell für eine schlechtere Low-Light-Performance, da jeder einzelne Pixel weniger Licht hat, das er in der gleichen Verschlusszeit aufsammeln kann. Hier kommt wieder das Thema Sensorgröße ins Spiel, welches ich im folgenden Beitrag bereits ausgiebig behandelt habe.

DIE SENSORGRÖSSE: EINE UNENDLICHE GESCHICHTE VON VOLLFORMAT, APSC, MFT UND JUCHEE! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

#15: Mehrere Bilder aufnehmen

Mehrere Bilder vom gleichen oder von einem ähnlichem Motiv zur Auswahl zu haben ist wichtig, denn es kann immer vorkommen, sogar mit Profi-Kameras, dass in einem Bild der Fokus verschoben, das Bild verwackelt ist oder das Bild in einer anderen Art und Weise unbrauchbar ist. Von der Serienbildfunktion würde ich jedem tendenziell abraten, der diese Funktion nicht aus irgendwelchen Gründen (Wildlife / Sportfotografie) wirklich braucht, da in sehr kurzer Zeit enorme Datenmengen entstehen können, die man danach auch sichten, und noch viel wichtiger, aussortieren und archivieren muss.

#16: Motive ins Verhältnis setzen

Dieser Tipp ist besonders in der Reise- und Dokumentarfotografie wichtig. Häuser, Berge, Bäume, Flüsse, Seen und viele andere Elemente in Landschaften verlieren ohne Kontext ihre Relation. Hier sollte man auch die verwendete Brennweite beachten. Bei Aufnahmen mit einem besonders großen Bildwinkel werden Objekte, die weiter entfernt sind, deutlich kleiner dargestellt und nahe Objekte künstlich "vergrößert". Leichte Tele-Brennweiten sorgen hingegen für eine gewisse Objektivität.

#17: Kontraste erzeugen

Kontraste sind essentiell für ein gutes Bild, da der Blick des Betrachters immer zu erst auf die Stelle mit dem größten Kontrast fällt. Dabei ist es nicht einmal allzu wichtig welche Kontraste du wählst. Wie in der Infografik bereits beschrieben sind einige der beliebtesten Kontraste Hell vs. Dunkel, Ruhe vs. Bewegung, Schärfe vs. Unschärfe. Aber auch Kontraste in Inhalt, Farbe, Menge oder Formen können sehr viel Spannung erzeugen. An dieser Stelle kann man sehr kreativ werden.

#18: Effekte mit Reflektionen

Spiegelungen sind, wie in der Grafik erwähnt, reizvolle Bildelemente. Wenn man dann noch mit der Perspektive spielt, entstehen wahrlich eindrucksvolle Bilder. Es kann aber auch vorkommen, dass Reflektionen im Bild stören. In diesem Fall solltest du zu einem Polfilter greifen. Dieser entfernt durch seine Beschaffenheit die störenden Reflektionen und sorgt nebenbei für kräftigere Farben im Bild.

#19: Auf Augenhöhe fotografieren

Dieser Tipp ist vor allem wichtig, wenn du Kinder oder Haustiere fotografierst, denn diese Perspektive sorgt nicht nur für ein gesundes Maß an Respekt gegenüber dem Kleinerem, sondern ist nebenbei auch nicht alltäglich. Die meiste Zeit sehen wir die Kleineren eben von oben. Durch diese besondere Perspektive wird sofort mehr Spannung im Bild erzeugt. Fotografiert man jedoch von oben, wirkt ein Bild dann eben schnell langweilig. Einen Tipp zum Thema Perspektive habe ich in folgendem Beitrag für dich.

BILDKOMPOSITION #01: WAS IST BILDKOMPOSITION?

#20: Abstand zum Motiv so klein wie möglich

Diesem Punkt muss ich widersprechen. Durch diesen Tipp erzeugst du keine Schärfentiefe, du verringerst sie. Hier ist zu beachten, dass je kleiner der Abstand von Fotograf zu Motiv und je größer der Abstand von Motiv zu Hintergrund, desto geringer ist die Scharfentiefe, dein Hintergrund wird unscharf. Auf die Spitze getrieben wird dieser Effekt in der Makrofotografie und das obwohl dieser Effekt dort selten gewünscht ist.

#21: Die richtige Positionierung

Eher links oder eher rechts als Tipp zu geben ist etwas lahm. Bei Personen kann man ebenfalls die Drittel-Regel anwenden. Bei Close-Ups legt man ein Auge auf den Schnittpunkt von einer horizontalen und einer vertikalen Drittel-Linie. Bei Full-Body-Shots versucht man die Person als Ganzes an einer Drittel-Linie auszurichten.

#22: Spotlight Feature

Zu diesem Tipp kann ich nichts hinzuzufügen.

#23: Das richtige Licht

Diesen Punkt hatten wir bereits in ähnlicher Form. Ein weißes Blatt Papier kann ebenfalls als diffuser Lichtformer dienen, wenn man es mit einer Lampe anstrahlt. Ansonsten ist Tageslicht dein bester Freund. Hier kann man das Blatt Papier auch als Reflektor nutzen.

#24: Fokus auf den Augen

Zu diesem Tipp kann ich auch nichts hinzuzufügen.

#25: Ausnahmsweise: Zoom nutzen

Dieser Tipp greift nur bei optischem Zoom! Hier sollte man auf eine Kleinbild äquivalente Brennweite von mindestens 35mm zurückgreifen. Beim digitalen Zoom gewinnt man durch diesen Tipp nichts, da es sich beim Zoom nur um einen Zuschnitt des ungezoomten Bildes handelt.

#26: Weißes Papier als Reflektor

Wie in Punkt 23 schon erwähnt, kann ein einfaches Blatt Papier dir für deine Fotografie auf viele Arten nützlich sein.

Zusammenfassung: Zu viele Tipps?

Das waren ziemlich viele Tipps! Meines Erachtens fast schon zu viele auf einmal. Am Ende der Liste angekommen wusste ich schon gar nicht mehr, was der erste Punkt war. Ein weiterer Faktor, der mir an dieser Grafik nicht gefällt ist, dass man diese Liste nur schwer ausdrucken kann, da es sich um ein einziges großes Bild handelt. Nichtsdestotrotz ist diese Grafik inhaltlich sehr gut aufbereitet und bietet einen sehr kompakten Fotografie-Crash-Kurs nicht nur für Anfänger.

Mich würde es interessieren, was du von dieser Infografik hälst, und ob dir diese Art von Format gefallen hat. Wie immer freue ich mich auf deinen Kommentar. Ich hoffe dir hat mein Beitrag gefallen. 

 In diesem Sinne: bis bald!




Eine Grafik von Preis.de

Hallo Zusammen!

In diesem Beitrag möchte ich mich einem in Foren viel diskutiertem Thema widmen: der Sensorgröße.

Positive Einflüsse eines großen Sensors auf dein Bild

Der Sensor ist ein elementarer Bestandteil in jeder modernen Kamera und bestimmt auf vielerlei Weise das fertige Bild. Neben Werten wie den Dynamikumfang ist er auch hauptverantwortlich für die Low-Light-Capability deiner Kamera. Als einfache Faustregel gilt hierbei: Je größer der Sensor, desto mehr Licht kann durch ihn in der gleichen Belichtungszeit eingefangen werden. Dass diese Rechnung nur mit äquivalenten Optiken gilt, steht dabei jedoch auf einem anderen Blatt. Ein größerer Sensor bietet bei der gleichen Anzahl Megapixel im Vergleich zu einem kleinerem Sensor einen größeren Pixelpitch, also mehr Platz pro Pixel, wodurch ein einzelner Pixel mehr Licht sammeln kann. Umgekehrt kann ein größerer Sensor bei gleichem Pixelpitch mehr Pixel auf seiner Fläche haben. Neben der Leistungsfähigkeit bei schlechten Lichtverhältnissen werden große Sensoren auch gerne aufgrund der geringeren Schärfentiefe von Fotografen gewählt. Auch hier gilt: Je größer der Sensor, desto geringer ist die Schärfentiefe, natürlich wieder bei entsprechenden Objektiven. Mit einem großen Sensor bekommt man quasi ein besseres oder cremigeres Bokeh. Bokeh ist ein Begriff, der die Hintergrundunschärfe eines Bildes beschreibt. In den Köpfen vieler Menschen haben viele "professionelle" Fotos diese Hintergrundunschärfe als eines der entscheidenden Merkmale.

SENSOR OF MY SONY A5000

Nachteile von großen Sensoren

Neben den ganzen Vorteilen, die ein großer Sensor gegenüber einem kleineren bietet, gibt es auch eine Kehrseite der Medaille. Kameras mit großen Sensoren sind in der Regel teurer als Kameras, die einen kleineren Sensor verbaut haben, und das je nach Modell teilweise sehr deutlich. Auch sind die Objektive, die für größere Sensoren konzipiert sind und demnach eine größere Fläche belichten müssen, deutlich größer, schwerer und teurer als die Objektive für Kameras mit Crop. Da ein größerer Sensor auch mehr Daten liefern kann, kann es auch deutliche Schwierigkeiten beim Filmen mit hohen Framerates geben. Man benötigt deutlich stärkere Prozessoren in den Kameras und sehr schnelle Speichermedien um diese Daten entsprechend wegzuschreiben, auch diese sind entsprechend teurer. Während des Betriebs entstehen durch diese höhere Last auch deutlich höhere Temperaturen an Sensor, Prozessor und Speicherkarte, weshalb man oft von Kameras hört, die Probleme mit Überhitzung (Overheating) haben.

Versteht mich bitte nicht falsch. Diese Kameras haben ihre Daseinsberechtigung. Jeder sollte aber genau wissen, welche Kamera er für seine Ansprüche benötigt. Am besten bevor man sie kauft.

Und nun: Die niemals endende Rechnerei ...

Zum Abschluss möchte ich euch noch ein paar Rechenbeispiele geben und damit die Unterschiede der gängigen Sensorgrößen in Lichtmenge und Schärfentiefe aufzeigen. Für tiefgründigere Informationen über die Auswirkungen des Crop-Faktors lege ich dir folgende Beiträge ans Herz:

DIE BRENNWEITE: MEHR ALS NUR DER ZOOM! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

DIE BLENDE: WAS BEDEUTET DAS F? - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

WAS IST FOTOGRAFIE? - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

Die gängigen Sensorformate für (semi-) professionelle Kameras sind:

MFT (Micro Four Thirds) mit einem Crop-Faktor von 2
APSC mit einem Crop-Faktor von 1,5 (Canon: 1,6)
Vollformat oder Kleinbild (KB) mit einem Crop-Faktor von 1

(Größere Formate wie das Mittelformat lasse ich aus dieser Übersicht der Einfachheit halber raus.)

Man sagt, dass man, innerhalb der oben aufgelisteten Sensorgrößen, durch den Wechsel auf den nächstgrößeren Sensor die Lichtmenge, die in der gleichen Zeit durch den Sensor aufgefangen wird, um etwa eine Blendenstufe erhöht, also quasi verdoppelt. Das führt zu einer ziemlichen Rechnerei, wenn man also Kameras und deren Objektive miteinander vergleichen möchte.

Als kurzes Beispiel möchte ich das "Nifty Fifty" aufzeigen, ein Objektiv mit einer festen Brennweite von kleinbildäquivalenten 50mm. Dieses Objektiv gibt es in nahezu jedem Kamerasystem.


Sensorgröße KB APSC MFT
Cropfaktor 1 1,5 2
Brennweite 50mm 35mm 25mm
Blende f1.8 f1.8 f1.7
KB äquivalente
Brennweite
50mm 52,5mm 50mm
KB äquivalente
Blende
f1.8 f2.7 f3.4
Beispiel Sony FE
50mm f1.8
Sony F
35mm f1.8
LUMIX
25mm f1.7


Nun ein paar Gedanken zur oben stehenden Tabelle: Wenn man bei Vollformat auf f4.0, bei APSC auf f2.8 und bei MFT entsprechend auf f2.0 abblendet, sollten die Bildergebnisse bei gleichem ISO und gleicher Verschlusszeit in Belichtung und Schäftentiefe nahezu identisch sein.

Eine Kamera mit größerem Sensor, zum Beispiel einem Vollformat-Sensor, kann durch entsprechende Objektive, zum Beispiel mit einer Offenblende von f1.4, eine bessere Low-Light-Performance erreichen als eine mit kleinerem Sensor, da äquivalente Optiken derzeit einfach nicht existieren.

Die geringere Schärfentiefe von großen Sensoren muss nicht immer von Vorteil sein. Zum Beispiel in der Makro-Fotografie oder in der Wildlife-Fotografie ist es sehr ärgerlich, wenn das Motiv aufgrund einer zu dünnen Schärfeebene nicht gänzlich im Fokus ist.

Schlusswort

Am Ende ist es IMMER eine Entscheidung des Fotografen, welches Kamerasystem er bevorzugt. Meiner bescheidenen Meinung nach sind andere Faktoren, wie Beispielsweise das Handling und die Objektivauswahl viel entscheidender beim Kamerakauf als die Sensorgröße.

Ich hoffe dir hat mein Beitrag zur Sensorgröße gefallen. Vielleicht konntest du auch noch etwas Nützliches für dich mitnehmen? Wie immer würde ich mich sehr über deinen Kommentar unter diesem Beitrag freuen.

Vielen Dank fürs Lesen, bis bald!  

Hallo Zusammen,

lange war es ziemlich ruhig hier auf meinem Blog. Ich war durch allerlei Dinge, die so zum Leben gehören, ziemlich ausgelastet. Leider bleibt das Hobby in solchen Zeiten meist außen vor. Doch das soll heute gar nicht das Thema sein.

Ich liebäugle seit ein paar Tagen mit einem bestimmten Vintage-Objektiv: dem Pentacon 29mm f2.8 für den M42 - Mount.

M42 Pentacon 29mm f2.8 [1/3]

Dieses Objektiv wurde in den 1970er und 1980er Jahren in der damaligen DDR in ziemlich großer Auflage hergestellt und ist heutzutage relativ günstig zu haben. Die Preise auf dem deutschen Ebay-Gebrauchtmarkt pendeln zwischen 15€ und 50€, immer davon abhängig in welchem Zustand sich die Optik befindet und ob man bei der Auktion etwas Glück hat.

Ich habe bereits ein Canon FD 50mm f1.8 Vintage-Objektiv an meiner Olympus OM-D EM10 II als Portraitobjektiv im Einsatz und bin bisher mehr als begeistert. Daher wollte ich mein Arsenal um eine Optik mit mehr Bildwinkel ergänzen.

M42 Pentacon 29mm f2.8 [2/3]

Leider sind die Reviews zum Pentacon 29mm f2.8 ziemlich zwiegespalten. Die Einen beschreiben das Pentacon als besseren Briefbeschwerer, da die optische Leistung sehr schlecht sein soll. Sie begründen ihre Einstellung durch die relativ weiche Zeichnung und hinzukommende chromatische Aberationen und Ghosting-Effekte in ihren Testbildern. Die Anderen Loben vor allem den Charme und den Charakter des Objektivs.

Ich weiß nicht genau warum, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass ich dieses Objektiv haben MUSS. Vielleicht liegt das auch daran, dass das Pentacon 29mm f2.8 aus der damaligen DDR stammt und gar nicht so weit von meinem Heimatort gefertigt wurde. Dieser Pluspunkt an Nostalgie zusammen mit einer zwar nicht fehlerfreien dafür aber charakteristischen Bildzeichnung sprechen mich enorm an. Ich bin stets auf der Suche nach erschwinglichen Objektiven mit einem besonderen Charakter. Vielleicht finde ich hier ja was ich suche.

M42 Pentacon 29mm f2.8 [3/3]

Natürlich liefere ich euch ein Update in Form eines weiteren Beitrags, sobald ich ein Exemplar des Pentacon 29mm f2.8 für den M42 - Mount in meinen Händen halten sollte.

Wie ist deine Meinung zu Vintage-Optiken aus der Zeit der analogen Fotografie? Hast du das Pentacon vielleicht schon einmal testen können? Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare!

Bis bald!

EDIT [09.12.2019]

Bei besagtem Objektiv bin ich leider überboten worden. Das ist zwar an sich sehr schade, aber es wird ja hoffentlich nicht das letzte seiner Art auf eBay gewesen sein. Wünscht mir Glück!

NO LUCK THIS TIME :(

Hallo Zusammen,

es gibt Neuigkeiten! Auf meiner Website biete ich ab sofort Downloads an. Zum Start meines neuen “Features” gibt es diese beiden Kategorien:

■ WALLPAPER

■ SMARTPHONE WALLPAPER

Dort findest du derzeit je 5 Bilder, die du kostenlos als Hintergrund für deinen PC oder dein Smartphone benutzen kannst. In Zukunft möchte ich nicht nur mein Angebot an Hintergrundbildern für dich erweitern, sondern auch andere Arten von Dateien, wie zum Beispiel Handouts, Präsentationen und Checklisten, zur Verfügung stellen.

Ich hoffe, dass dir meine Wallpaper gefallen. Wenn dem so ist, würde ich mich über ein nettes Kommentar von dir unter diesem Beitrag herzlich freuen. Auch für Vorschläge bezüglich meiner Website und meinen Blog bin ich jederzeit offen.

In diesem Sinne: bis bald!

zu den Downloads

Hallo Zusammen!

in den letzten Wochen ist es ziemlich still hier auf meinem Blog gewesen. Ich habe in meinem Urlaub wirklich einmal nicht an die Arbeit gedacht und auch nicht an Dinge, die ich für meinen Blog erledigen "muss".

Und es hat gut getan!

Nun bin ich raus aus meinem kleinen Sommerloch und werde wieder in regelmäßigen Abständen Beiträge rund um das Thema Fotografie veröffentlichen. Des weiteren wird es eine kleine Umstrukturierung meiner Seite bis zum Ende des Jahres geben. Mehr Informationen hierzu wird es zu gegebener Zeit geben.

Vielen Dank, dass du dich für mich, meine fotografischen Arbeiten und diesen Blog interessierst.

Bis bald.

EFTELING WINDMILL

Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Denke schon beim Fotografieren an das Format

Beim Zielformat handelt es sich primär um das Seitenverhältnis von Höhe und Breite des Bildes. Bei der Auswahl des Formates gibt es kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, dass du dich bereits beim Fotografieren bewusst für ein Format entscheidest. Man kann die Formate in drei Gruppen einteilen: Hochformat, Querformat und Quadrat. Das Quadrat nimmt in diesem Beitrag eine Sonderstellung ein, da es weder von den Effekten des Hochformats noch von denen des Querformats profitiert.

Perfekt für Portraits: Das Hochformat

Das Hochformat wird auch gern Portraitformat genannt. Das liegt vor allem daran, dass das Hochformat wie predistiniert für Portraits ist. Wenn ein Mensch sitzt oder steht, so ist die Ausrichtung seines Körpers in den meisten Fällen vertikal. Das heißt mit dem Hochformat kannst du den Menschen viel besser als Ganzes darstellen. Auch bei Nahaufnahmen hat man im Hochformat meist mehr vom Menschen auf dem Bild als im Querformat. Zudem wirken Bilder im Hochformat um einiges dynamischer als Bilder im Querformat. Diesen Effekt kann man sich vor allem in der Architektur-, Landschafts- oder Produktfotografie zu Nutze machen.

ON TOP OF THE LIGHTHOUSE

Der Klassiker für Landschaften: Das Querformat

Das Querformat, das auch gerne Landschaftsformat genannt wird, ist dem menschlichen Bilckfeld ähnlicher als das Hochformat. Bilder im Querformat strahlen mehr Stabilität aus als Bilder im Hochformat. Deshalb wird das Querformat vor allem in der Landschaftsfotografie und in der Architekturfotografie gern genutzt. Aber auch in der Portraitfotografie ist das Querformat gut zu gebrauchen. Mit dem Querformat kann man deutlich mehr Umgebung zeigen als mit dem Hochformat und somit dem Bild und dem Motiv mehr Kontext geben.

AT SEA

Zusammenfassung: Wie soll ich es nun drehen: hochkant oder quer?!

Mit dem Format kannst du dein Motiv unterstützen oder bewusst einen Kontrast dazu bilden. Unter dem Aspekt der Bildkomposition ist es nicht wichtig, ob du für dein Bild das Hochformat oder das Querformat im speziellen wählst, sondern viel mehr, dass du es bewusst tust, als Teil der Bildgestaltung.

Ich hoffe dieser kleine aber hoffentlich feine Beitrag hat dir gefallen. Wenn dem so ist, würde ich mich über deinen Besuch auf meiner Instagramseite freuen. Dort veröffentliche ich viel regelmäßiger Bilder als hier auf meiner Website.

Bis bald!

Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Einteilung der Diagonalen und ihre Wirkung

Dieser Beitrag wird ziemlich kurz, aber lass' dich von seiner Kürze nicht täuschen: der Tipp ist ebenso simpel wie genial!

Es gibt zwei Arten von Diagonalen.

Die einen verlaufen von links unten nach rechts oben. Diese Diagonalen werden, basierend auf unserer Art zu Lesen, als aufsteigend bezeichnet. Aufsteigende Diagonalen wirken anregend und halten den Blick des Betrachters im Bild.

ALTER STROM

Diagonalen, die von links oben nach rechts unten verlaufen, werden, im Gegensatz zu den oben genannten, als absteigend bezeichnet. Absteigende Diagonalen wirken im Vergleich zu den aufsteigenden ruhiger und weniger spannungsvoll. 

THE VINEYARDS OF SCHRIESHEIM

Nutzt man eine Diagonale in der Bildgestaltung so wirkt das Bild meistens um einiges spannender im Vergleich zu einer horizontalen oder senkrechten Anordnung der Bildelemente.

Besonders das Ausrichten deines Motivs an den Diagonalen kann deinem Bild etwas Interessantes verleihen. Zum Beispiel kann man in der Architekturfotografie die Kanten eines Gebäudes an den Diagonalen ausrichten. Damit lenkst du den Blick des Betrachters entlang der Diagonalen durch dein Bild und nebenbei profitierst du von den positiven Effekten einer ungewöhnlichen Perspektive. In diesem Beitrag von mir erfährst du warum ungewöhnliche Perspektiven ebenfalls wichtig für das Bild sind.

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann freue ich mich auf dein Feedback im Kommentarbereich unter dieser Seite. 

Bis bald!

Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Die Drittel-Regel oder Rule-Of-Thirds

In diesem Beitrag beschäftige ich mich mit dem Bildausschnitt und dessen Wirkung auf das Bild als Ganzes. Bei der Anordnung der Bildelemente sollte man vor Allem beachten, dass das Hauptmotiv nicht mittig in das Bild gesetzt werden sollte. Eine sehr einfache und effektive Regel für den richtigen Bildausschnitt ist die Drittel-Regel. Gerade weil sie so simpel ist, verwende ich sie auch besonders oft. Bei der Drittel-Regel wird das Bild durch je zwei waagerechte und senkrechte Linien in 9 gleiche Rechtecke geteilt. Plazierst du ein Motiv auf einen der vier Schnittpunkte dieser Linien, erhälst du meistens ein gut komponiertes Bild. In der Lanschaftsfotografie empfielt es sich den Horizont im Bild entweder auf einer dieser Drittel-Linien zu platzieren oder die Position sehr extrem zu wählen, zum Beispiel bei etwa 10% oder 90% des Bildes.

Der "Goldene Schnitt"

Die Drittel-Regel ist lediglich eine vereinfachte Variante des sogenannten "Goldenen Schnitts", einer Gestaltungsregel in der Fotografie, die sich der Proportionslehre des "Goldenen Schnitts" bedient. Beim "Goldenen Schnitt" handelt es sich um eine Formel, die ein Verhältnis zur Anordnung der Elemente im Bild definiert, welches vom menschlichen Auge als besonders schön empfunden wird. Die Formel für die Berechnung der Position der Gitterlinien lautet: (a+b) / a = a / b => a = 61,8%, b = 38,2% Je eine Linie teilt eine Kante des Bildes in zwei Hälften, sodass die eine Hälfte (a) rund 61,8% und die andere Hälfte (b) rund 38,2% der Ausgangslänge der Kante besitzt. Dadurch wird das Rechteck in der Mitte des Bildes etwas kleiner als bei der Drittel-Regel. Die Rahmenlinien werden sozusagen etwas in die Mitte gedrückt.

Für die beiden Varianten "Drittel-Regel" und "Goldener Schnitt" gibt es in nahezu allen Kameras Hilfslinen, die auf dem Display oder bei spiegellosen Systemkameras auch im Sucher angezeigt werden können.

Die "Goldene Fibonacci-Spirale"

Die "Goldene Finonacci-Spirale" treibt das ganze noch etwas weiter. Beginnend in einem Schnittpunkt zwischen zwei der Linien eines "Goldenen Schnitts" verläuft eine Fibonacci-Spirale bis an den äußeren Rand des Bildes. Durch die gleichmäßige Form soll das Bild für den Betrachter "flüssiger" wirken, denn die Spiralte lenkt den Blick des Betrachters durch das Bild. Die Fibonacci-Spirale kommt ungewöhnlich häufig in der Natur vor, wie zum Beispiel bei Schneckenhäusern, manchen Blüten oder anderen Pflanzenteilen und wird vom menschlichen Auge ebenfalls als sehr ästetisch empfunden.

Beispiele für den Bildausschnitt als Kompositionselement

RULE OF THIRDS SAMPLE 1

Als erstes Beispiel habe ich ein Portrait von meinem Sohn aus unserem Osterurlaub in Warnemünde gewählt. Bei Portraits ist es besonders wichtig, dass das Gesicht und vor allem die Augen im Fokus des Bildes stehen. Deshalb habe ich das der Kamera am nächsten gelegene Auge auf einen der Schnittpunkte der Drittel-Regel ausgerichtet. Auch sollte man das Bild so gestalten, dass in Blickrichtung der Person noch etwas Platz noch außen ist. Dadurch wirkt das Bild nicht so gequetscht.

RULE OF THIRDS SAMPLE 2

Dieses Landschaftsfoto habe ich von der Aussichtsplattform des Leuchtturms in Warnemünde gemacht. Hier ist das Molenfeuer der Westmole (kleiner grüner Leuchtturm) im Fokus des Bildes. Den Horizont habe ich aufgrund der erhöhten Position bewusst in die Mitte des Bildes gesetzt.

RULE OF THIRDS SAMPLE 3

Dieses Bild ist auf einem meiner Spaziergänge durch Ziegelhausen entstanden. Hier zu sehen ist das Neckarufer unterhalb von Ziegelhausen mit Blick auf die Ziegelhäuser Brücke. Auf den Schnittpunkt der Drittel-Linie habe ich das untere Ende des Schildes gesetzt und dann das Schild entland der vertikalen Linie ausgerichtet.

RULE OF THIRDS SAMPLE 4

Das letzte Foto ist wieder ein Landschaftsfoto. Auf diesem Foto sieht man das Neckartal vom Neckarufer unterhalb von Ziegelhausen mit der Blickrichtung nach Heidelberg. Hier habe ich die Wasserkante auf der unteren horizontalen Drittel-Linie ausgerichtet.

Fazit: Bildausschnitt als Kompositionselement

In der Bildkomposition ist es wichtig die Wirkung der einzelnen Gestaltungsmöglichkeiten zu kennen um sie nutzen zu können oder um mit ihnen bewusst zu brechen. In beiden Fällen wird ein gewisses Maß an Spannung im Bild erzeugt und deine Bilder werden auch mit gewöhnlicheren Motiven um einiges interessanter.

Ich hoffe ich konnte dich auf deiner Fotoreise ein Stück in die richtige Richtung begleiten. Wenn dir der Beitrag gefallen hat würde ich mich sehr über dein Feedback in den Kommentaren unterhalb des Beitrags freuen. Auch über deinen Besuch auf meiner Instagramseite bin ich dir sehr dankbar!

Bis bald!

Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Was ist Bildkomposition?

Wenn du ein wiederkehrender Leser meines Blogs bist, weißt du sicher bereits, dass ich gerne mit den Informationen von Wikipedia arbeite. Die nachfolgende Definition von Bildkomposition ist ebenfalls von Wikipedia:

"Bildgestaltung [oder BildKomposition] ist die Anordnung und Verbindung formaler Elemente in einem Kunstwerk der bildenden Kunst. Sie werden auch bei der Bildbetrachtung oder auch Bildanalyse bedeutsam."
- Wikipedia: Bildgestaltung

Alles das, was du bewusst tust um dein Foto zu gestalten, zählt zur Bildkomposition. Wählst du BEWUSST eine geringe Schärfentiefe, eine besondere Perspektive oder einen besonderen Farbraum, wie beispielsweise Schwarz-Weiß, für dein Bild, so ist das ein Teil deiner Bildkomposition, da du als Künstler dem Foto als deinem Kunstwerk aktiv Elemente hinzufügst oder entfernst.

Warum wir auf die Bildkomposition achten sollten

Der Grund dafür ist tief in der Natur des Menschen verankert...

"Die Aufmerksamkeit ist die Fokussierung eines Sinnes (hier des Sehens) auf einen bestimmten Sinneseindruck. Der Bildteil, auf den die Aufmerksamkeit eines Betrachters gelenkt ist, wird weitaus schärfer und brillanter wahrgenommen als der Rest des Blickfeldes. Das liegt sowohl an der Verarbeitung durch die kognitiven Prozesse im Gehirn als auch am Aufbau des Auges. Die Aufmerksamkeit muss also zugeteilt werden. Der Mensch konzentriert seine Aufmerksamkeit zunächst auf potentiell interessante Bildelemente." - Wikipedia: Psychologische Grundlagen der Bildgestaltung

In diesem Absatz liegt der Grund weshalb wir als Fotografen auf die Bildkomposition achten sollten: Aufmerksamkeit! Ein gut durchdachtes Bild mit den richtigen Bildelementen an genau den richtigen Stellen hebt unsere Bilder von den normal "geknipsten" Bilder ab. Und dabei ist es egal welche Kamera wir benutzen. Das Wissen über die Bildkomposition kann man auch mit der Kamera vom Handy anwenden. Die "große" Kamera ist eigentlich nur das Werkzeug um auf bestimmte Situationen vorbereitet zu sein, die man mit einer Kompakt- oder Handykamera gar nicht oder nicht annähernd so gut einfangen kann. Hiermit möchte ich die Profikameras keinesfalls schlechtreden. Nicht jeder braucht sie wirklich, dennoch sie haben ihre Daseinsberechtigung. :)

PERSPECTIVES

Mein erster Tipp für deine Bildkomposition: Nutze ungewöhnliche Perspektiven!

In diesem Beitrag gibt es auch gleich noch einen ersten kurzen Tipp für dich: versuche ungewöhnliche Perspektiven zu nutzen.

Ungewöhnliche Perspektiven sind relativ leicht zu erkennen. Jede Perspektive, die von uns nicht regelmäßig wahrgenommen wird, ist potenziell spannend. Dazu zählen unter anderen die Low-Angle und High-Angle Perspektive. Hier ein kurzes Beispiel: Bei der Haustier- bzw. Kinderfotografie ist es extrem wichtig, sich auch auf die Augenhöhe seines Models zu begeben. Diese Low-Angle-Bilder zeigen das Tier oder das Kind aus einer Perspektive, die für die Besitzer des Tiers oder Eltern des Kindes nicht alltäglich ist und im Vergleich nur sehr selten wahrgenommen wird. Dadurch bekommt das Bild auf Anhieb ein gutes Maß an Spannung.

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann würde ich mich über einen Kommentar unter diesem Beitrag freuen! :) Ich lade dich ebenfalls herzlich dazu ein, einmal auf meinem Instagramprofil vorbeizuschauen.

In diesem Sinne: Bis bald!

Hallo Zusammen!

In diesem Beitrag möchte ich mich der Brennweite von Objektiven widmen. Welche Auswirkungen hat die Brennweite auf das fertige Bild? Was musst du bei der Angabe der Brennweite auf deinem Objektiv beachten? Und wie funktioniert ein Zoom-Objektiv? Das sind viele Fragen, die es in diesem Artikel zu beantworten gilt.

TUNNEL VISION

Die Brennweite eines Objektivs

Die Brennweite eines Objektivs wird immer in Millimeter (mm) angegeben und beschreibt die Distanz zwischen der optischen Hauptebene der Linse oder Linsengruppe des Objektivs bei eingestellter Fokusentfernung von 'unendlich' und dem Sensor in der Kamera. Bei dieser Einstellung liegt der Brennpunkt nämlich genau auf dem Sensor der Kamera. Dabei entstehen große Brennweiten durch flache, schwach gekrümmte Linsenoberflächen. Die kleinen Brennweiten entstehen hingegen durch eine starke Krümmungen der Linsenoberfläche.

Festbrennweite vs. Zoom-Objektiv

Eine Möglichkeit Objektive nach ihren Eigenschaften einzuteilen ist die Unterteilung in Zoom-Objektive und Festbrennweiten.

Eine Festbrennweite ist ein Objektiv ohne Zoom. Es hat nur eine einzige feste Brennweite. Der große Vorteil bei dieser Art von Objektiven ist, dass diese Objektive in ihren Eigenschaften auf diese Brennweite optimiert werden. Sie haben weniger optische Fehler wie chromatische Aberrationen oder Vignettierung und können dabei deutlich lichtstärker sein als Zoom-Objektive. Allgemein kann man sagen, dass Festbrennweiten im gleichen Preissegment im Vergleich zu Zoom-Objektiven für eine bessere Bildqualität sorgen. Gängige Festbrennweiten sind beispielsweise 24mm, 35mm, 50mm und 85mm.

Ein Zoom-Objektiv ist ein Objektiv mit einer variablen Brennweite. Die Brennweite kann an einem Zoom-Objektiv in einem bestimmten Bereich verstellt werden. Gängige Zoombereiche sind beispielsweise 16mm bis 35mm, 24mm bis 70mm oder 70mm bis 200mm. Durch die variable Brennweite ist es dem Fotograf möglich den Bildwinkel relativ schnell und ohne das Wechseln des Objektivs zu ändern. Wofür die Angabe des Bildwinkels gut ist und wie der Bildwinkel in Abhängigkeit von Brennweite und Sensorgröße bestimmt wird, erkläre ich im nachfolgenden Abschnitt. Zoom-Objektive müssen im gesamten Brennweitenspektrum eine konstante Leistung erbringen und sind daher anfälliger für optische Fehler.

Mit welchem Objektivtyp man unterwegs ist hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Motiv, den Anforderungen an das Bild, der Größe des Geldbeutels oder der persönlichen Präferenz für einen bestimmten Objektivtyp.

Was bedeutet der Crop-Faktor meiner Kamera für die Brennweite und den Bildwinkel meines Objektivs?

Der Bildwinkel beschreibt den größtmöglichen Winkel, den eine bestimmte Brennweite abhängig von der Sensorgröße horizontal abzubilden in der Lage ist. Er ist notwendig um Objektive unabhängig vom Kamerasystem miteinander vergleichen zu können.

Meistens rechnet man die Brennweite von Kameras mit einem Crop-Sensor (als einem kleinerem Sensor) auf die äquivalente Brennweite an einer Kleinbildkamera um. Diese Umrechnerei ist historisch entstanden, da früher der 35mm-Kleinbildfilm, der in der Größe mit dem Kleinbild-Sensor identisch ist, und die dazugehörigen analogen Kameras für die meisten Fotografen zugänglich waren. Der Kleinbild-Sensor heißt auch genau wegen der identischen Größe "Vollformat", da er das volle Format des damals gängigen Kleinbildfilms abdeckt.

Um diese Umrechnerei etwas zu vereinfachen, gibt es den sogenannten Crop-Faktor. Das ist eine Zahl, welche mit Brennweite, Blende und ISO multipliziert wird und die entsprechenden Werte für eine Kleinbild-Kamera zu errechnen.

Hierzu kann folgende Gleichungen benutzt werden:

Vollformat äquivalente Brennweite = tatsächliche Brennweite * Crop-Faktor
Vollformat äquivalente Blende = tatsächliche Blende * Crop-Faktor
Vollformat äquivalente ISO = tatsächliche ISO * (Crop-Faktor ^ 2)

Um nun an Kameras mit verschiedenen Sensorgrößen den Bildwinkel von 47° (Bildwinkel von 50mm an einer Kleinbild-Kamera) zu erhalten, muss man verschiedene Brennweiten benutzen:

MFT (2 x Crop):
25mm

APS-C (1,5x / 1,6x Crop):
30mm - 35mm

VF (1x Crop):
50mm

Dieser Zusammenhang ist einer der größten Vorteile von kleineren Kamerasensoren: möchte man einen größen Zoombereich oder eine lange Brennweite haben, so ist das an einer Crop-Kamera meist um einiges günstiger als an einer Kleinbild-Kamera.

Einteilung von Objektiven nach ihrer Brennweite

Die nachfolgende Übersicht habe ich nahezu unverändert von einer anderen Website (digitipps.ch) übernommen.

Je nach Brennweite werden Objektive in gewisse Kategorien eingeteilt:

Bezeichnung Brennweiten (Vollformat äquivalent) Bildwinkel in Grad
Super-Weitwinkel-Objektive 11 bis 24 mm 126 bis 84°
Weitwinkel-Objektive 25 bis 35 mm 82 bis 63°
Normal-Objektive 40 bis 50 mm 57 bis 47°
Porträit-Objektive 85 bis 130 mm 29 bis 19°
Tele-Objektive 140 bis 250 mm 17 bis 10°
Super-Tele-Objektive 260 bis 600 mm und mehr 10 bis 47°

Auswirkung der Brennweite auf das Bild

Das Objektiv beeinflusst das fertige Bild mehr als deine Kamera. Es gibt dem Bild einen gewissen 'Look'. Die Brennweite des Objektivs hat, wie die Blende auch, mehrere Eigenschaften die sich auf das Bild auswirken: Bildwinkel, Schärfentiefe und Bildkompression.

Der Bildwinkel: Der Grund des Crop-Faktor-Wahnsinns

Wie oben bereits erwähnt, bietet eine Brennweite von beispielsweise 35mm nicht an jeder Kamera das gleiche Bild. Je nach Sensorgröße können hier große Unterschiede entstehen. Ein Objektiv mit einer Brennweite von 35mm ist an einer APSC-Kamera eine Normal-Brennweite, an einer Kleinbild-Kamera eine Weitwinkel-Brennweite und auf einer MFT-Kamera schon fast eine Portait-Brennweite. Der Grund hierfür ist der Crop (engl. Zuschnitt) der kleineren Kamerasensoren. Der größere Sensor belichtet bei der gleichen Brennweite eine größere Fläche und somit ist der Bildwinkel größer.

Schärfentiefe: Bessere Freistellung mit längeren Brennweiten

Wichtig für den 'Look' eines Bildes ist auch die Schärfentiefe im Bild. Hier kann man durch das bewusste Setzen der Schärfeebene gezielt den Blick des Betrachters lenken. Gerade bei Portraits wird gerne durch ein butterweiches Bokeh [von jap. 'boke' = 'unscharf' oder 'verschwommen'] das Model vom Hintergrund separiert. Je länger die Brennweite eines Objektivs, desto geringer ist die Schärfentiefe im Bild. Das wird besonders bei den Tele-Brennweiten bemerkbar. Hier erhält man eine geringe Schärfentiefe auch bei weniger lichtstarken Objektiven. Im Gegensatz zu den Tele-Brennweiten haben Weitwinkel- und Super-Weitwinkel-Brennweiten eine relativ große Schärfentiefe.

Bildkompression: Wenn der Hintergrund näher an das Motiv rückt

Die Bildkompression bei langen Brennweiten sorgt dafür, dass Hintergrundelemente scheinbar größer abgebildet werden als sie es tatsächlich sind. Dadurch wirkt das Bild flacher und hat weniger Tiefe. Durch den Effekt der Bildkompression wird auch die Darstellung von Gesichtern bei verschiedenen Brennweiten unterschiedlich beeinflusst. Bei Brennweiten zwischen 50mm und 90mm wirken Gesichter normal, das heißt so wie wir sie mit unserem Auge wahrnehmen. Benutzt man jedoch extreme Weitwinkel- oder Tele-Brennweiten so "verformen" sich die Proportionen des Gesichts. So kann es vorkommen, dass die Nase des Models zum Beispiel bei einer äquivalenten Brennweite von 24mm besonders groß wirkt, da die Distanz zur Nase bei gleicher Abbildungsgröße bei 24mm kleiner ist, als bei einer längeren Brennweite.

Der Zoom-Multiplikator: Was bedeutet X-fach optischer Zoom?

Bevor ich diesen Abschnitt beginne ist es wichtig an dieser Stelle den Unterschied zwischen optischen und digitalem Zoom aufzuzeigen. Optischer Zoom wird durch die Optiken des verwendeten Objektivs auf der physikalischen Ebene und ohne signifikanten Qualitätsverlust erreicht. Beim digitalen Zoom wird lediglich das Bild zugeschnitten, weshalb die Bildqualität beim digitalen Zoom extrem leidet. In diesem Abschnitt behandle ich ausschließlich den optischen Zoom.

Bei vielen "Consumer"-Kameras ist das Objektiv fest verbaut. Deshalb besteht die Notwendigkeit Objektive zu verbauen, die einen relativ großen Brennweitenbereich abdecken um diese Kameras universell einsetzbar zu machen. Bei den meisten kleinen Sensoren ist das Verbauen von großen Brennweitenbereichen auch gar nicht das Problem. Da die kleinen Sensoren einen ziemlich großen Crop-Faktor haben und somit um einiges kürzere Brennweiten für den gleichen Bildausschnitt benutzen als Kameras mit MFT-, APSC- oder Kleinbild-Sensor, wird es bei der Spezifikation des Brennweitenbereichs problematisch. Kaum jemand kann mit einer Angabe des Brennweitenbereiches von 9,1mm bis 146mm (25mm bis 400mm äquivalent am Kleinbild) wie beispielsweise bei der Panasonic LUMIX FZ1000 II etwas anfangen. Hier bedienen sich die Kamerahersteller gerne des Zoom-Multiplikators. Der Zoom-Multiplikator eines Zoom-Objektivs ergibt sich aus der längsten Brennweite des Objektivs geteilt durch die kürzeste Brennweite des Objektivs. Die eben genannte LUMIX-Kamera erreicht somit einen Zoom-Multiplikator von 16 - sie hat also einen 16-fach optischen Zoom. So hat ein "normales" Kit-Zoom mit einem Brennweitenbereich von 24mm bis 70mm meistens eines Zoom-Multiplikator von 3. Man spricht von einem 3-fach optischen Zoom. Hierbei ist die Spezifikation der kleinsten Brennweite als Indikator für den weitesten Bildwinkel enorm wichtig, denn ein Zoom-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 70mm bis 200mm hat auch einen Zoom-Multiplikator von 3. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Objektive mit kleinerem Zoom-Multiplikator eine bessere optische Leistung haben.

Mein Fazit: 'Die Brennweite: Mehr als nur der Zoom!

Wer die Fotografie etwas ernster nimmt, sollte die Eigenschaften von verschiedenen Brennweiten kennen und nutzen. Dabei werden gerade Neulingen durch die Äquivalenz-Rechnerei ziemlich verwirrt. Kennt man jedoch die Eigenschaften der verschiedenen Brennweiten, kann man beim Objektivkauf gezielt nach seinen Anforderungen suchen und unter Umständen eine ganze Menge Geld sparen.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, würde ich mich sehr über einen freundlichen Kommentar von dir freuen. Hast du einen Verbesserungsvorschlag? Dann lass es mich durch dein Kommentar wissen!

Bis bald!

ZIELFOTOS WARNEMÜNDE

Hallo Zusammen!

Wenn du den YouTube-Fotografen Stephan Wiesner bereits kennst, wirst du den Begriff Zielfoto gut kennen. Für alle anderen stelle ich Stephan Wiesner kurz vor und erkläre, was es mit den Zielfotos auf sich hat.

Über Stephan Wiesner

Stephan Wiesner ist ein deutscher Fotograf, der lange Zeit in der Schweiz gelebt hat. Dort hat er während eines Burnouts in seinem Beruf als IT-Berater seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. Bekannt geworden ist er durch seine Portraitfotografien (vor allem von Sportlern) und durch seine Landschaftsfotografien aus den Alpen.

Was ist ein Zielfoto?

Dabei setzt er sich besonders in der Landschaftsfotografie immer wieder einzelne Bildideen, die er auf einem Ausflug oder einer Reise umsetzen möchte, als Ziel. Das sind seine Zielfotos. Dadurch überdenkt man die Motivauswahl und die Rahmenbedingungen für die Fotos im Vorfeld sehr genau. Ein kleines Beispiel: Möchte man einen bestimmten Bergsee in den Alpen beim Sonnenaufgang fotografieren, so muss man, um das zu erreichen, am Vortag zum dem besagten See wandern, die Nacht dort verbringen, vor Sonnenaufgang aufstehen, das Equipment an der richtigen Stelle bereit machen und dann das Foto im richtigen Zeitfenster machen. Durch diese Vorüberlegung, weiß man, was man tun muss, um das eine richtig gute Foto zu machen.

Meine Zielfotos für Warnemünde

Nun zu mir. Ich fahre mit der Familie über das Osterwochenende nach Warnemünde. Dort wollen wir uns zusammen einige Sehenswürdigkeiten ansehen, und, allem voran, zusammen eine gute Zeit haben. Das heißt, ich werde mich einen Großteil der Zeit nach den anderen richten müssen. Das ist auch nicht weiter schlimm, es ist ja schließlich ein Familienurlaub. Mein Wunsch als *hust* ambitionierter Freizeitfotograf ist es dennoch, aus dem Urlaub einige "WOW!"-Fotos mit nach Hause zu nehmen und vielleicht sogar das eine oder andere Foto in einem größeren Format auszudrucken. Dafür habe ich keine Mühen gescheut und ein wenig zu den Sehenswürdigkeiten in Warnemünde recherchiert. Dabei habe ich meine Informationen vor allem von dieser Website.

Leuchtturm von Warnemünde© A.Savin, WikiCommons

Leuchtturm Warnemünde

Eines der bekanntesten Wahrzeichen von Warnemünde ist der 1897 erbaute Leuchturm. Er ist 31 Meter hoch und bietet zwei Aussichtsplattformen, die von Mai bis September für Besucher geöffnet sind. Er ist heute noch ferngesteuert in Betrieb und strahlt dabei ca. 20 Seemeilen übers Meer (das entspricht etwa 37km). In Warnemünde verbindet er die westlich von ihm gelegene Seepromenade mit dem von ihm südlich gelegenen "Alten Strom".

Ein Leuchtturm an sich ist bereits ein geeignetes Postkartenmotiv. Jedoch werde ich hier versuchen etwas kreativ zu werden, um eine ungewöhnliche Perspektive zu finden. Das sollte dem Bild etwas Spannung verleihen.

Teepott Warnemünde

Der "Teepott" Warnemünde steht direkt neben dem Leuchturm. Von 1927 bis 1945 stand an dieser Stelle ein kreisrunder Teepavilion, dem der heutige Teepott seinen Namen verdankt. Der alte Teepavilion ist nach einer Brandstiftung am 02.05.1945 völlig ausgebrannt. Seit 1968 steht der Neubau schon an genau dieser Stelle. Gerade für Architekturfotografen ist diese Sehenswürdigkeit aufgrund der ungewöhnlichen Bauweise sehr interessant.

Für mich ist das Gebäude nicht ganz so relevant. Hier werde ich wahrscheinlich "nur ein Standardfoto" machen.

Westmole Warnemünde - Leuchtfeuer und Aussichtspunkt

Die Westmole ist der am weitesten im Meer gelegene Aussichtspunkt von Warnemünde. Sie reicht 541 Meter weit in die Ostsee und dient hauptsächlich als Schutz und Wellenbrecher. Sowohl die West- als auch die Ostmole besitzen je ein Molenfeuer, welches ein gutes Motiv für ein gutes Landschaftsfoto ist.

Hier werde ich mich in der Landschaftsfotografie versuchen. Wenn ich etwas Glück habe und das Wetter mitspielt, kann ich hier, bei einer guten Lichtstimmung, durchaus ein relativ dramatisch wirkendes "WOW!"-Foto abstauben.

Seepromenade Warnemünde

Die Seepromenade in Warnemünde führt den Besucher rund 2km entlang des Strands. Sie reicht vom Leuchturm und dem Teepott im Osten, am Neptun Hotel vorbei, bis zum Küstenwald im Westen. Hier hat man einen freien Blick auf die ein- und auslaufenden Schiffe. Zudem sind hier stets viele Menschen zwischen all den kleinen Läden unterwegs.

Hier werde ich mich in der "Street"-Fotografie versuchen und etwas Stillleben der Seepromenade in schwarzweiß einfangen. Das sollte auch tagsüber einige gute, kontrastreiche Fotos einbringen.

Alter Strom von Warnemünde© A.Savin, WikiCommons

Der Alte Strom von Warnemünde

Den "Alten Strom" von Warnemünde gibt es bereits seit 1423. Bis ins Jahr 1903 war der Alte Strom der einzige Zugang von der Ostsee in den Hafen von Rostock. Die Westseite des Alten Stroms gilt als Flaniermeile. Dort befinden sich in Richtung des Leuchturms und der Westmole viele alte Kapitänshäuser, die heute Gaststätten und Restaurants beherbergen.

Auch hier werden einige gute "Street"-Fotos zu holen sein.

Fischmarkt an der Mittelmole

An der Ostseite des Alten Stroms, auf Höhe der historischen gusseisernen Drehbrücke von 1903, befindet sich der Fischmarkt an der Mittelmole. Ein Besuch hier ist besonders in den frühen Morgenstunden sehr empfehlenswert, da dann die Fischkutter beladen mit frischem Ostseefisch einlaufen.

Hier werde ich mich bei der Motivauswahl auf die kleineren Schiffe und Fischkutter fokussieren. Diese Location bietet ein sehr spannendes Ambiente und führende Linien. Auch hier wird viel von der Lichtstimmung abhängen.

Kirche Warnemünde

Die Kirche steht im Zentrum von Warnemünde und nur unweit des Alten Stroms. Die erste Fischerkirche in Warnemünde wurde bereits um das Jahr 1200 errichtet. Neben der imposanten Architektur bietet die im Jahr 1874 eingeweihte Kirche von Warnemünde auch einige besondere Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel den um 1475 in Danzig gefertigten Schnitzaltar, die Christophorusstatue aus dem 15. Jahrhundert, die 1591 gefertigte Kanzel oder das aus dem 18. Jahrhundert stammende, handgeschmiedete Uhrwerk.

Die Kirche von außen als Architekturfotografie und/oder einige Detailfotos aus dem Inneren sollten hier zu holen sein. Für mich eher Standardfotos.

Vörreeg und Achterreeg

Die beiden Straßen Vörreeg und Achterreeg sind die ältesten Straßen von Warnemünde. Bis ins 19. Jahrhundert beschränkte sich die gesamte Bebauung von Warnemünde auf diese beiden Hausreihen. Vörreeg und Achterreeg sind plattdeutsch für "Vorderreihe" und "Hinterreihe". Die Vörreeg enthalt das älteste erhaltenes Gebäude: die ehemalige Vogtei. Sie wurde 1605 gebaut.

Besonders die Vogtei ist hier einen besonderen Blick wert. Vielleicht könnte ich die Vogtei auch im Dunkeln fotografieren? Ich darf das Stativ nicht vergessen!

Mein Must-Have: Portraits am Strand zum Sonnenuntergang

Die eben beschriebenen Sehenswürdigkeiten sind alle sehr spannend und ich freue mich darauf, Warnemünde gemeinsam mit der Familie zu erkunden. Mein wichtigstes Zielfoto ist jedoch ein anderes: Ich möchte einige tolle Bilder von meiner Liebsten am Strand beim Sonnenuntergang machen. Hier sollten alle Kriterien für ein "WOW!"-Foto erfüllt werden: gefälliges Motiv, gute Location und eine romantische Lichtstimmung.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, würde es mich sehr freuen, wenn du auch bei meinem Instagram-Profil einmal vorbei schaust! Dort veröffentliche ich viel öfter neue Bilder und halte dich über neue Beiträge hier auf meinem Blog auf dem Laufenden. 

Bis zum nächsten Beitrag!

Hallo Zusammen. In diesem Beitrag möchte ich ein paar Hintergründe zu den Bildern meiner Hündin Skadi aus 2018 mit euch teilen. Da ich nicht lange um den heißen Brei reden möchte, fange ich gleich damit an. :)

Zum Album: 'SKADI 2018'

SPARKLING EYES

SPARKLING EYES

Dieses Foto ist mir gar nicht so gut gelungen wie manch andere Fotos. Mir ist der Fokus 'verrutscht' und es ist auch allgemein ziemlich unscharf. Trotzdem musste ich 'SPARKLING EYES' unbedingt in dieses Album aufnehmen, da bei diesem Bild, wie es der Titel schon verrät, Skadis Augen richtig schön funkeln. Vielleicht ist das auch ziemlich subjektiv. Jetzt ist das Bild jedenfalls hier und du kannst dir deine eigene Meinung dazu bilden. :)

WAITING FOR THE MISTRESS

WAITING FOR THE MISTRESS

Das Bild 'WAITING FOR THE MISTRESS' habe ich bereits ausführlich in meinem Beitrag 'MONOCHROME 2018: Erstes Album auf der neuen Seite veröffentlicht' beschrieben. Schau doch auch dort einfach mal vorbei! :)

PERSPECTIVES

PERSPECTIVES

Skadi liegt besonders gerne flach bei uns auf dem Boden und schläft dort. Es ist ja nicht so, dass sie ein für sie riesiges Hundebett in unserem Wohnzimmer stehen hat... Jedenfalls kam mir an dem Tag der Einfall, dass ich auch einfach mal die Perspektive vertauschen könnte, um dem Foto etwas Spannung einzuverleiben. Ich hatte diesen Kniff zuvor bei einem anderen Fotografen auf Instagram gesehen und wollte das unbedingt nachmachen. Das Ergebnis ist, finde ich, ziemlich cool geworden.

BE AWAKE

BE AWAKE

Auf diesem Foto hat Skadi auf einem Spaziergang irgendetwas in weiter Ferne erspäht. Sie bleibt dann immer fest wie eine Statue stehen und beobachtet ganz genau was gerade ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Ich habe bei Portraitfotos von Skadi immer wieder Probleme sie ohne künstliche Lichtquelle richtig auszuleuchten, da sie ein schwarzes Fell hat. Oftmals gehen dabei einige Details verloren, da sie dunkler ist als ihre Umgebung. Ich achte dann vermehrt darauf, dass ich die Sonne im Rücken habe und nicht noch gegen das Licht fotografiere. In solchen Situationen eine künstliche Lichtquelle zu benutzen, um sie gleichmäßig auszuleuchten, ist einfach nicht praktikabel.

REFLECTIVE

REFLECTIVE

Dieses Foto ist aufgrund des tollen Bokeh eines meiner Favoriten aus 2018. Die Lichter, die durch das Blätterwerk der Bäume hindurchdringen, werden aufgrund der offenen Blende zu einer tollen Bokeh-Zeichnung. Dadurch erhält dieses Bild diesen modernen Portrait-Look! :)

IN MY EYES

IN MY EYES

Das Foto 'IN MY EYES' ist eine Makro-Aufnahme von Skadi's Auge. Die Besonderheit an diesem Bild ist für mich die Reflexion in ihrem Auge. In dieser sieht man mich, wie ich das Foto von ihr mache. Ebenfalls beeindruckend finde ich die Details in ihrem Fell.

WATCHFUL

WATCHFUL

Dieses Foto wollte ich ursprünglich gar nicht in dieses Album aufnehmen. Ich bin zufällig darauf gekommen eines meiner selbst erstellten Presets auf das Foto anzuwenden. Und et voilà: ohne Farbe ist das Bild doch ganz hübsch anzuschauen. Ohne die Ablenkung durch die unruhigen Farben im Hintergrund kommt der Kontrast in der Helligkeit zwischen Vorder- und Hintergrund besser zur Geltung.

WINTER FUN

WINTER FUN

Dieses Foto ist auf einer der wenigen Winterwanderungen in diesen Jahr entstanden. Besonders finde ich hier [nach meiner Skadi :) ] vor allem die Strukturen der Mauer im Hintergrund und den Kontrast zwischen dem Schnee und den anderen recht dunklen Bildelementen.

ROYAL DOG

ROYAL DOG

Dieses Foto ist über Weihnachten entstanden, als wir zu Besuch in Plauen waren. Ein bisschen majestätisch sieht Skadi in diesem Setting ja schon aus, oder? :)

Mein Fazit: SKADI 2018

Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, all diese Fotos zu machen. Das Fotografieren von Tieren ist mindestens genauso schwer wie das Fotografieren von Kindern. Beide, das Kind und das Tier, sind unberechenbar. Man kann zwar mit etwas Bestechung (z.B. Schokolade beim Kind und Wiener Würstchen beim Hund) und ein wenig Training erreichen, dass das Model still sitzt, eine Garantie auf die perfekte Pose hat man aber bei beiden nicht. So entstehen, eher zufällig, viele tolle Bilder. Wenn man dann ein Foto macht, das wirklich gut ist und einem gefällt, ist man umso glücklicher über das Ergebnis.

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