Hallo Zusammen! In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen mit dem OUBO Fotostudio-Set von Amazon* mit dir teilen. Was du alles für rund 85€ bekommst und ob das Ganze auch etwas taugt, erfährst du hier.
* kein Affiliate-Link :)

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Inhalt des OUBO Fotostudio-Set

In dem Fotostudio-Set von Amazon ist enthalten:

Hintergrund
2 x Stativ für Hintergrund (links und rechts)
1 x Querstrebe (wird auf die Stative geschraubt)
1 x schwarzer Hintergrund
2 x weißer Hintergrund
1 x grüner Hintergrund

Licht
2 x Lampenstativ
2 x Lampensockel mit Softbox
2 x Leuchtmittel (135W, Sockel E27)
1 x faltbarer und wendbarer Reflektor (weiß, silber und gold)

Zubehör
3 x Klemmen um den Hintergrund zu fixieren
1 x Tragetasche für Hintergrund-Set
1 x Tragetasche für das komplette Set


Verarbeitungsqualität

In Sachen Qualität brauchen wir uns nichts vormachen. Wer extrem günstig kauft, bekommt keine Premium-Qualität. Das war auch gar nicht die Prämisse beim Kauf. Das Preis-Leistung-Verhältnis war hier das Hauptaugenmerk. Das Set enthält alles, was man zum Start in die private Studiofotografie benötigt und das war mir wichtig. Zudem ist es dennoch relativ solide gebaut. Die Stative für Hintergrund und Lampen stehen sicher und vertragen es auch, wenn mein kleiner Wirbelwind zwischen ihnen im Slalom läuft. Einzig die eingesetzten Leuchtmittel könnten etwas heller sein. Eingesetzt sind 135W Glühlampen mit Sockel E27 als Dauerlicht. Hier werde ich wahrscheinlich irgendwann LED-Lampen nachrüsten, welche deutlich mehr Leuchtkraft haben sollten.

Das Fotostudio-Set von OUBO im Einsatz

Während der Benutzung des Fotostudio-Sets sind mir als ambitionierten Hobbyfotograf kaum Schwächen aufgefallen. Die Hintergründe sind beim ersten Aufbau etwas faltig. Um die Falten zu entfernen könnte man den jeweiligen Hintergrund bügeln. Da die Hintergrunde aus Kunststofffasern sind, sollte man sich auf die Hinweise aus der mitgelieferten Bügelanleitung halten. Ich konnte mit den Falten aber gut leben, da ich sowieso recht offenblendig fotografiert habe und den schwarzen Hintergrund sowieso nicht ausleuchten wollte. Zudem kann man die Hintergründe auch aushängen lassen. So lassen sich mit etwas Geduld auch einige Falten entfernen.

Mit dem Inhalt des Sets kann man verschiedene Lichtkonfigurationen aufbauen und ausprobieren. Zangenlicht, Streiflicht, Low-Key, High-Key und viele andere Setups sollten mit diesem Set kein Problem darstellen. Da es sich bei den Softboxen um Dauerlichter handelt, muss man sich aber gewiss sein, dass die Leistung der Lampen im Gegensatz zu Studioblitzen etwas begrenzt ist. Die Dauerlichter haben dafür den Vorteil, dass man bei Veränderung der Positionierung des Modells oder der Lichter sofort das Ergebnis sieht. Das ist bei Blitzen nicht gegeben.

Mein Fazit zum OUBO Fotostudio-Set

Wenn dein Geldbeutel begrenzt ist und du dich dennoch in der Studiofotografie ausprobieren möchtest oder du für das nächste Fotogeschenk eine gut belichtete Szene benötigst, bist du mit dem OUBO Fotostudio-Set von Amazon gut bedient. Gerade für Gelegenheitsfotografen ist dieses Set zu empfehlen, da man mit Hilfe der beiden mitgelieferten Taschen das ganze Set auf die Größe einer kleinen Reisetasche zusammenpacken und somit leicht im Bettkasten oder in einem Schrank verstauen kann. Für rund 85€ erhält man hier eine ganze Menge Equipment, welches, wenn man es richtig bedient, die Qualität deiner Fotos merklich steigern kann. Ich kann es nur empfehlen.

Hallo Zusammen! In diesem Artikel geht es um das 50mm f1.8 Objektiv für den Canon FD Mount, welches ich seit Kurzem mein Eigen nennen darf. Das Vintage-Objektiv, dessen Baureihe im Jahr 1978 startete, stammt aus Zeiten der analogen Fotografie. Daher muss das Objektiv auch komplett manuell bedient werden. Erworben habe ich das Objektiv für rund 34€ bei Ebay. Bei meiner Recherche stieß ich auf mehrere Blogeinträge und YouTube-Videos, die diesen Objektiven einen ganz besonderen Charakter zugeschrieben haben.

CANON FD 50MM F1.8 FRONT

Vintage-Objektive sind an nahezu allen spiegellosen Systemkameras adaptierbar

Da ich derzeit mit einem Kamerasystemwechsel zu Micro Four Thirds liebäugle und mein aktuelles Objektiv, das 50mm f2.0 von Meike für Sony's E-Mount, leider defekt ist, wollte ich mir ein Objektiv kaufen, welches ich an beiden Systemen mit Hilfe eines Adapters verwenden kann. Für den Sony E-Mount meiner Sony Alpha 5000 habe ich den entsprechenden Neewer Adapter auf Amazon [ kein Affiliate-Link ;) ] für rund 14€ gekauft. Dieser ist durchaus solide gebaut und erfüllt seinen Zweck mit Bravour.

CANON FD 50MM F1.8 SEITE

Optische Eigenschaften des Canon FD 50mm f1.8

Ich habe das Objektiv nun einige Tage getestet und ich bin mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. Die Farben, die durch das Objektiv und dem vom Händler mitgelieferten Skylight-Filter produziert werden, sind sehr warm und für Portrait-Aufnahmen ein echter Mehrwert für die sonst sehr neutralen Farben des Sony Sensors. Das Bokeh ist sehr weich und trotzdem nicht zu vergleichen mit dem des Meike Objektivs. Es hat irgendwie eine eigene Nuance.

LE CALME EN PERSONNE
SKADI BW PORTRAIT III
AQUARIUM

Konstruktion und Verarbeitung des Vintage-Objektivs

Die Verarbeitung ist auf einem ganz anderen Niveau im Vergleich zum 50mm f2.0 von Meike. Der manuelle Blendenring rastet bei jeder halben Blende kurz ein. Für mich ist das ein wahnsinniger Vorteil, da ich mir, wenn ich einmal eine Blende eingestellt habe, sicher sein kann, dass sich diese nicht verstellt. Bei dem Objektiv von Meike "verrutschte" die Blende des Öfteren. Das führte dazu, dass man meist mit Blende f2.1 - f2.3 fotografierte anstatt mit der maximalen Offenblende von f2.0. Das ist nicht tragisch, aber ärgerlich, da man sich so ein Objektiv genau dafür zulegt.

Eine Sache ist mir an dem Canon FD 50mm f1.8 aufgefallen, die mir kurz einen kleinen Schreck bereitete. Wenn man das Objektiv ohne den Adapter in der Hand hat und versucht den Blendenring zu drehen, dann rutscht dieser weiter ohne die Blende zu verstellen. Im ersten Augenblick dachte ich tatsächlich, dass ich ein defektes Objektiv gekauft hätte. Ist das Objektiv an dem Adapter befestigt funktioniert jedoch alles wie gewohnt. Ich denke, dass dies bedingt durch die Konstruktion des Mechanismus ist.

Mein Fazit zum Canon FD 50mm f1.8

Mit einem Anschaffungspreis von rund 34€ und den Zusatzkosten von rund 14€ für den Adapter ist das Vintage-Objektiv mit rund 48€ in der Anschaffung nicht nur um die Hälfte günstiger wie das 50mm f2.0 von Meike, sondern meiner Meinung nach auch doppelt so gut wie eben dieses. Der einzige richtige Nachteil ist das Gewicht. Das FD-Objektiv an sich hat ungefähr das gleiche Gewicht wie das von Meike. Jedoch bringt der Adapter noch einiges an Gewicht mit und die Kombination aus Adapter und Objektiv ist auch um ein paar Zentimeter länger als das Objektiv von Meike. Für den Preis kann man aber nicht meckern und das Fotografieren mit dem Canon FD 50mm f1.8 macht richtig Spaß. Wer mit einem solchen Vintage-Objektiv liebäugelt, dem kann ich nur empfehlen zuzuschlagen, da man bei dem Preis kaum etwas falsch machen kann!

Die Bilder von diesem Album sind allesamt zwischen Juni und Oktober im Jahr 2018 entstanden.

STINGING NETTLE

Das Bild 'STINGING NETTLE' ist ein Bild von einer Brennessel aufgenommen mit meiner Sony Alpha 5000, den Makro-Zwischenringen von Neewer und dem 50mm f2 Objektiv von Meike. Bei diesem Bild, wie auch bei vielen anderen in diesem Album, habe ich versucht, eine sehr geringe Schärfentiefe zu erreichen. Bei diesem Bild hier finde ich den Hintergrund besonders "cremig". Man kann den Rest der Pflanze im Bokeh nur noch erahnen.

JUST PURPLE

Im Bild 'JUST PURPLE' habe ich besonderen Wert auf den Farbkontrast gelegt. Da der Hintergrund dunkel und monoton ist, heben sich die knalligen Rosen besonders gut von ihm ab. Dieses Bild ist ein guter Beweis dafür, dass auch in den Farbkontrasten ein enormes Freistellungspotenzial liegt.

FRESH FERN

'FRESH FERN' ist ein gutes Beispiel dafür, wie man verschiedene Kontraste benutzen kann, um den Blick des Betrachters auf das Motiv zu lenken. Hier habe ich die Kontraste Hell <-> Dunkel, Farbe <-> Monochrom und Schärfe <-> Unschärfe genutzt. Des Weiteren ergibt sich aus dem Motiv ein weiterer Kontrast, denn dieser Farn wächst wie man sieht aus einer Steinwand heraus, wobei die Steine eine gewisse Kälte und Lebensfeindlichkeit ausstrahlen und der Farn für die Natur und das Leben steht. Er trotzt den widrigen Bedingungen, wächst und bleibt standhaft.

WITHERED

Dieses Bild habe ich 'WITHERED' genannt, da es in bereits verwittertes Blatt an einem Zweig darstellt. Dieses Bild ist inhaltlich das komplette Gegenteil zum Vorherigen. Auch dieses Bild habe ich mit Hilfe der Makrozwischenringe aufgenommen.

L'ODEUR

Das Bild 'L'ODEUR' ist eine Low-Key-Fotografie, das heißt, dass ich bei diesem Bild eine gezielte Unterbelichtung vorgenommen habe. Dadurch wird der Kontrast zwischen den hellen und den dunklen Bildbereichen maximiert.

IN DEPTH

Das Bild 'IN DEPTH' ist eines der schärfsten Fotos, die ich bisher aufgenommen habe. Durch die Makrozwischenringe, die ich auch in diesem Bild verwendet habe, ist die Schärfentiefe besonders gering. Diese schmale Ebene hat durch die frontale Perspektive ausgereicht, um die gesamte Pflanze scharf abzubilden.

SILENT BEAUTY

Das Bild 'SILENT BEAUTY' ist ebenso im Stil seiner Vorgänger. Hier finde ich vor Allem die Form der Blüten interessant. Leider weiß ich bis heute nicht, wie diese Blume heißt. Vielleicht bekomme ich es irgendwann raus. Festgehalten habe ich diese ruhige Schönheit jedenfalls für die Ewigkeit.

FALLEN LEAVES

Das Bild 'FALLEN LEAVES' ist im "goldenen" Oktober entstanden. Der ganze Wald war in warmen Farben gekleidet und das Wetter war sonnig. An diesem echt schönen Tag habe ich leider etwas Schwierigkeiten gehabt kreative Motive zu finden. Dann erinnerte ich mich an einen Spruch aus einem Video von Peter McKinnon: "You have to go the extra mile!". Ich wechselte also immer wieder die Perspektive und habe schlussendlich dieses Foto gemacht!

BEHIND BARS

Das Bild 'BEHIND BARS' ist das letzte Bild in diesem Album. Es steht zu den anderen Bildern im direkten Kontrast, da es nicht die Blumen im Fokus hat, sondern der Fokus auf dem davor stehenden Drahtzaun liegt. Durch die gezielte Entsättigung soll dieser Kontrast noch einmal verstärkt werden.

NATURE 2018: Ein persönliches Fazit

Die Fotos in diesem Album sind vor Allem Markofotografien und Fotografien mit geringer Schärfentiefe, also quasi Pflanzenportraits. Diese Art der Fotografie hat definitiv seinen Reiz, jedoch gefallen mir persönlich andere Teilbereiche der Fotografie besser. Es war dennoch eine tolle Erfahrung und eine durchaus lohnenswerte Übung für den Umgang mit der Kamera!

Das war auch schon mein Beitrag zu meinem neuen Album 'NATURE 2018' wenn dir dieser Beitrag gefallen hat würde ich mich sehr über deinen Besuch auf meiner Instagramseite freuen.

In diesem Sinne: Bis bald!