Hallo Zusammen,

in diesem kurzen Beitrag möchte ich dir kurz die wichtigsten Arten von Objektivadaptern erklären. Grundsätzlich kann man Objektivadapter in drei Gruppen aufteilen. Die erste Gruppe dient lediglich dazu, Objektive mit einem anderen Anschluss an deine Kamera anzuschließen. Diese Adapter sind meistens relativ simple Metallringe, die zum einen den Abstand zwischen Sensor und Objektiv anpassen und zum anderen die beiden verschiedenen Anschlüsse haben. Sie besitzen keine optischen Elemente im Inneren. Adapter mit optischen Elementen werden in Teleconverter und Focal Reducer unterteilt.

GOBE LENS MOUNT ADAPTER FD TO MFT II


Teleconverter: Mehr Brennweite auf Kosten der Lichtstärke

Ein Teleconverter vergrößert die Brennweite zu Lasten der Lichtstärke. Mit einem 1,4-fachen Telekonverter gewinnt man 40% Brennweite und verliert eine Blende an Lichtstärke. Aus einem 100mm f2.8 wird somit ein 140mm f4.0. Dieser Effekt wird durch eine Verbreiterung des Bildkreises erzeugt, wodurch weniger Licht auf gleicher Fläche verfügbar ist. Teleconverter gibt es für nahezu alle Kamerasysteme und machen besonders im Tele- und Supertele-Bereich viel Sinn. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Sport- oder Wildlifefotografie.


Speedbooster: Mehr Lichtstärke auf Kosten der Brennweite

Ein sogennanter Focal Reducer oder Speedbooster verkleinert die Brennweite zu Gunsten der Lichtstärke. Mit einem 0,7-fachen Speedboster verliert man 30% der Brennweite und gewinnt eine Blende an Lichtstärke. Aus einem 100mm f2.8 wird somit ein 70mm f2.0. Dieser Effekt wird durch die Verkleinerung des Bildkreises erzeugt, wodurch mehr Licht auf gleicher Fläche verfügbar ist. Speedbooster machen besonders bei adaptierten Objektiven Sinn, die ursprünglich für ein größeres Format konzipiert worden sind. Zum Beispiel bei Mittelformat-Objektiven an Kleinbild-Kameras oder bei Kleinbild-Objektiven an APS-C- oder MFT-Kameras.


Ich hoffe dieser Beitrag hat dir geholfen. Wenn ja lass' es mich doch durch einen Kommentar unter diesem Beitrag wissen!

In diesem Sinne: bis bald!

Weiterführende Links:
Wikipedia: Teleconverter
Wikipedia: Focal Reducer

Hallo Zusammen,

ab sofort werde ich jeden Monat eine relativ kurze monatliche Zusammenfassung über meine persönlichen Eindrücke aus der Welt der Fotografie in Form eines Blogbeitrags mit euch teilen. Thematisch werde ich vor allem die Themen behandeln, die mich selbst bewegt beziehungsweise interessiert haben. Das können technische Themen wie interessante neue Kameras und Objektive, aber auch persönliche Themen wie die Vorstellung von interessanten Fotografen, das Besprechen von aktuellen Ereignissen oder auch Meinungsbeiträge verschiedenster Art sein.

DIE #NEWS im Januar 2020


Die Themen in dieser Ausgabe im Überblick:

Die Präsentation der Fujifilm XT-200 mit dem Objektiv XC 35mm f/2
Die Dokumentarserie "Destination Namibia" von Krolop & Gerst
Leica M10 Monochrom: eine Kamera, die mich inspiriert hat
Keine neuen Canon EF-Objektive mehr!?
Blog: Die neue Archivfunktion
Blog: Meine Beiträge aus dem Monat Januar 2020


Die Präsentation der Fujifilm XT-200 mit dem Objektiv XC 35mm f/2

Die Präsentation von neuen Kameras an sich ist nichts besonderes. Fast jeden Monat hört man von neu vorgestellten Kameras. Was macht die Präsentation der Fujifilm XT-200 dann so besonders? Das mitangekündigte Objektiv, das möglicherweise auch als ein neues Kit-Objektiv zusammen mit der Kamera angeboten werden könnte! Die Fujifilm XT-100 wird nämlich mit dem lichtschwachen Standardzoom-Objektivs XC 14-45mm PZ angeboten. Die XT-200 könnte nun die relativ lichtstarke und ebenfalls neu vorgestellte Festbrennweite XC 35mm f2.0 als Kit-Objektiv erhalten. Diese Kombination ergibt auf mehreren Ebenen Sinn. Jedem Fotografie-Einsteiger wird geraten, sich so schnell wie möglich eine lichtstarke Festbrennweite mit kleinbildäquivalenten 50mm zu besorgen, um bessere Bilder zu machen. Die 35mm des Fujifilm-Objektivs ergeben durch den Crop-Faktor von 1,5 des APSC-Sensors der XT-200 mit 52,5mm kleinbildäquivalent in etwa den Blickwinkel des menschlichen Auges. Mit einer Festbrennweite bist du zusätzlich dazu gezwungen deine Füße zu benutzen, um den Bildausschnitt zu verändern. Das fördert vor allem den Blick für deine Motive. Auch technisch machen Festbrennweiten in diesem Preissegment Sinn, da sie meist lichtstärker sind und in der Regel eine bessere Abbildungsqualität haben als Zoomobjektive. Man "spart" sich quasi das billige Standardzoom-Objektive und startet gleich richtig in die Fotografie!


Wenn dir all diese Begriffe nichts sagen, empfehle ich dir meine Beiträge aus der Reihe Grundlagen der Fotografie, die ich neben der Quelle für diese News ebenfalls verlinken werde.

Weiterführende Infos:

Photografix - Fuji X-T200 & neues XC 35mm f/2 präsentiert

Beitrag: DIE BRENNWEITE: MEHR ALS NUR DER ZOOM! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE
Beitrag: DIE BLENDE: WAS BEDEUTET DAS F? - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE
Beitrag: DIE SENSORGRÖSSE: EINE UNENDLICHE GESCHICHTE VON VOLLFORMAT, APSC, MFT UND JUCHEE! - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

Die Dokumentarserie Destination Namibia von Krolop & Gerst

Meine Lieblingsserie für 2020 habe ich mit "Destination" von Martin Krolop und Marc Gerst bereits jetzt im Januar gefunden. Da lege ich mich jetzt schon fest. Die Serie der beiden Fotografen findet ihr auf Amazon Prime und natürlich auf dem YouTube-Kanal KROLOP & GERST. In der ersten Staffel begleiten wir die beiden Fotografen und ihr Team während einer Fotoreise nach Neuseeland. In der zweiten Staffel, die aktuell noch läuft, ist das Reiseziel Namibia. Neben beeindruckenden Landschaften und guter Unterhaltung bietet die Serie gerade für Fotografen einige gute Tipps für deine Fotos. Hier kann ich bedenkenlos eine Empfehlung für alle Fotografie-Begeisterten aussprechen!

Weiterführende Infos:

Playlist: Destination Neuseeland auf YouTube
Playlist: Destination Namibia auf YouTube
YouTube-Kanal: KROLOP & GERST
Destination auf Amazon Prime Video

Leica M10 Monochrom: eine Kamera, die mich inspiriert hat

Warum ich die Leica M10 Monochrom mit in meine News aufgenommen habe weiß ich tatsächlich selbst nicht wirklich. Wahrscheinlich, weil mich diese Kamera einfach beeindruckt hat. Obwohl mein Kopf sagt, dass ich diese Kamera nie brauchen werde, sie mich durch das manuelle Fokussieren und die Beschränkung auf Schwarzweißfotos viel zu sehr einschränken würde und sie ohnehin viel zu teuer für meinen Geldbeutel ist, habe ich trotzdem dieses "Haben-Wollen"-Gefühl. Vielleicht liegt der Reiz an dieser Kamera in ihren vielen Einschränkungen begründet. Zusammen mit den viel gelobten Objektiven für das Leica M - Bajonett spielt die Leica M10 Monochrom in vielerlei Hinsicht in ihrer eigenen Liga. Wie dem auch sei. Ich werde diese Kamera wahrscheinlich nie in meinen Händen halten und ich bin auch gar nicht traurig darüber. Ich freue mich aber dennoch sehr darüber, dass sie mich dazu gebracht hat den Monochrome-Modus meiner Olympus OM-D EM10 Mark II wieder mehr zu benutzen. In Verbindung mit meinem Canon FD 50mm f1.8 kommt nämlich zumindest ein wenig das Gefühl auf, als hätte ich eine Leica M10 Monochrom in der Hand, nur eben in Kombination mehr als 7.000€ günstiger.

Weiterführende Infos:

Photografix - Leica M10 Monochrom: Die neue Königin unter den Schwarzweißkameras

Keine neuen Canon EF-Objektive mehr!?

Canon arbeitet anscheinend nur noch an neuen Objektiven für den M-Mount und den neuen RF-Mount und stellt somit die weitere Entwicklung von Objektiven mit EF-Mount ein. Damit setzt Canon ein Zeichen in Richtung spiegellose Systemkameras. Die bisherigen RF-Objektive sind ja leider ziemlich exotisch und nicht wirklich für "normale" Leute gedacht. Da ein Kamerasystem für Fotografen vor allem durch eine gute Objektivauswahl interessant ist, ist der Schritt meines Erachtens nach wichtig um das RF-System zu etablieren.

Weiterführende Infos:

Photografix - Canon stellt Entwicklung von neuen EF-Objektive ein

Blog: Die neue Archivfunktion

Im Januar habe ich wieder einmal etwas an der Technik geschraubt, die im Hintergrund meines Blogs arbeitet. Dabei ist das neue Archiv entstanden, welches ich nun auf mehreren Unterseiten in verschiedener Ausführung eingebaut habe. Dadurch kann ich dir nun dynamische Übersichtsseiten für die einzelnen Themengebiete meines Blogs anbieten. Cool, oder? Das Beste daran ist die neue Suchfunktion, die es dir erlaubt meine Beiträge gezielt nach deinen Wünschen zu durchsuchen.

Weiterführende Infos:

ARCHIV
BEITRAGSREIHE: BILDKOMPOSITION
BEITRAGSREIHE: GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE
BEITRAGSREIHE: REVIEWS

Blog: Meine Beiträge aus dem Monat Januar 2020

Auch in Januar gab es wieder einige neue Beiträge auf meinem Blog. Hast du schon alle gelesen?

#1 - DIE THEMEN FÜR MEINEN BLOG IN 2020
#2 - BILDKOMPOSITION #05: WENIGER IST MEHR
#3 - DIE LICHTEMPFINDLICHKEIT: WAS BEDEUTET ISO UND WOHER KOMMT DAS BILDRAUSCHEN - GRUNDLAGEN DER FOTOGRAFIE

Vielen Dank für dein Interesse an meinem Content! Wie hat dir das neue Format gefallen? Schreib mir doch einfach deinen Kommentar unter diesem Beitrag.

In diesem Sinne: Bis zum nächsten Mal :)

Hallo Zusammen!

In diesem Beitrag möchte ich mich dem Thema Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums widmen.
Kurz: dem ISO-Wert.

Ich möchte erklären was der ISO-Wert bedeutet und welchen Einfluss er auf dein Bild hat. Beginnen möchte ich jedoch mit einer kurzen geschichtlichen Hinführung.

BACK TO THE ROOTS

Woher kommt der Begriff ISO?

In der analogen Fotografie hatte man damals logischerweise noch keine Fotosensoren in den Kameras. Der analoge Film hat aber die gleiche Funktion wie heute der Sensor: der Film fixiert die Informationen des einfallenden Lichts und persistiert somit die Bildinformationen. Die Lichtempfindlichkeit des Films war im Gegensatz zum Fotosensor physisch an den eingelegten Film gebunden und konnte nicht per Kameraeinstellung geändert werden. Durch verschiedene chemische Zusammensetzungen gibt es Filme mit verschiedenen Lichtempfindlichkeiten. Die Standards hierfür wurden von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) festgelegt. Filme mit höheren ISO-Werten nannte man auch "schnelle" Filme. Warum man sie so nannte erkläre ich später. Gängige Einheiten für die Lichtempfindlichkeit des Films sind ISO und ASA. Die Lichtempfindlichkeit in ASA ist lediglich für Schwarzweiß-Filme relevant.

Der Einfluss des ISO-Werts

Grundsätzlich gilt: je höher der ISO-Wert, desto "schneller" ist das Aufnahmemedium. Verdoppelt man den ISO-Wert so erhält man die gleiche Belichtung in der halben Zeit. Dieser Zusammenhang führt dazu, dass man bei gleicher Belichtungszeit besser in dunkleren Umgebungen fotografieren kann. Leider gibt es ein Problem mit der Lichtempfindlichkeit. Mit zunehmender Empfindlichkeit nehmen die Bildinformationen ab. Bei analogen Fotografien macht sich ein hoher ISO-Wert durch ein gröberes Filmkorn bemerkbar. Das Filmkorn ist jedoch bei vielen Fotografen auch ein beliebtes Gestaltungselement. In der digitalen Fotografie führt ein hoher ISO-Wert in der Regel zu unerwünschtem Bildrauschen und einem reduzierten Dynamikumfang. Deshalb solltest du stets mit dem niedrigsten ISO fotografieren, der es dir erlaubt dein Bild ohne Verwackelungen und ohne Bewegungsunschärfe aufzunehmen.

Eine Auflistung der gängigen ISO-Werte

Diese Liste zeigt die meisten heute noch gebräuchlichen ISO-Werte. Natürlich sind auch andere Werte, die zwischen den aufgelisteten Werten liegen, möglich.

25 - 50 - 64 - 100 - 200 - 400 - 800 - 1600 - 3200 - 6400 - 12800 - 25600 - 51200 - 102400 - 204800 - 409600 - … 

Jedes mal, wenn der Wert verdoppelt wird, gewinnt man eine Blende an Helligkeit. Moderne Kameras können in der Regel mit ISO-Werten bis 800 oder 1600 sehr gute Resultate liefern.

Die sehr niedrigen und die sehr hohen ISO-Werte sind selbst heute sehr exotisch. Sie werden meist bei Kameras eingesetzt, die einen speziellen Verwendungszweck haben. Besonders hohe ISO-Werte sind zum Beispiel in der Reportagefotografie und die besonders niedrigen beispielsweise in der Landschaftsfotografie nützlich.

Wie nutzt man den ISO-Wert am Besten

Deine Familienfotos werden beispielsweise deutlich besser, wenn du anstatt mit 

ISO 100 bei 1/15 Verschlusszeit

mit

ISO 800 bei 1/120 Verschlusszeit

fotografierst. 

An diesem Beispiel erkennst du auch gut rechnerischen Zusammenhang. 

ISO Verschlusszeit
100 1/15
200 1/30
400 1/60
800 1/120

Die digitalen Kameras der letzten Jahre sind allesamt so gut geworden, dass man bedenkenlos bis ISO 800/1600 gehen kann ohne merkliche Einbußen in der Qualität hinnehmen zu müssen.

Zusammenfassung: Nicht auf das Rauschen kommt es an

Die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums ist ausschlaggebend für die Belichtung deiner Bilder. Hier sind große Formate natürlich klar im Vorteil, da sie mehr Fläche bieten um aus dem einfallenden Licht die Bildinformationen zu gewinnen. Hier solltest du dich aber keineswegs verrückt machen lassen. Nur weil du ein Bild mit ISO 1600 oder gar ISO 6400 belichtest, heißt das noch lange nicht, dass du ein schlechter Fotograf bist oder dass deine Kamera nichts taugt. Es kommt in der Fotografie auch auf viele andere Faktoren an wie beispielsweise die Bildkomposition.

Meine Beiträge zum Thema Bildkomposition findest du hier:
BEITRAGSREIHE: BILDKOMPOSITION

Ich hoffe dir hat mein Blogbeitrag zum Thema Lichtempfindlichkeit und ISO gefallen. Schau doch auch mal auf meinem Instagram-Account vorbei. 

In diesem Sinne: bis bald!