Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Was ist Bildkomposition?

Wenn du ein wiederkehrender Leser meines Blogs bist, weißt du sicher bereits, dass ich gerne mit den Informationen von Wikipedia arbeite. Die nachfolgende Definition von Bildkomposition ist ebenfalls von Wikipedia:

"Bildgestaltung [oder BildKomposition] ist die Anordnung und Verbindung formaler Elemente in einem Kunstwerk der bildenden Kunst. Sie werden auch bei der Bildbetrachtung oder auch Bildanalyse bedeutsam."
- Wikipedia: Bildgestaltung

Alles das, was du bewusst tust um dein Foto zu gestalten, zählt zur Bildkomposition. Wählst du BEWUSST eine geringe Schärfentiefe, eine besondere Perspektive oder einen besonderen Farbraum, wie beispielsweise Schwarz-Weiß, für dein Bild, so ist das ein Teil deiner Bildkomposition, da du als Künstler dem Foto als deinem Kunstwerk aktiv Elemente hinzufügst oder entfernst.

Warum wir auf die Bildkomposition achten sollten

Der Grund dafür ist tief in der Natur des Menschen verankert...

"Die Aufmerksamkeit ist die Fokussierung eines Sinnes (hier des Sehens) auf einen bestimmten Sinneseindruck. Der Bildteil, auf den die Aufmerksamkeit eines Betrachters gelenkt ist, wird weitaus schärfer und brillanter wahrgenommen als der Rest des Blickfeldes. Das liegt sowohl an der Verarbeitung durch die kognitiven Prozesse im Gehirn als auch am Aufbau des Auges. Die Aufmerksamkeit muss also zugeteilt werden. Der Mensch konzentriert seine Aufmerksamkeit zunächst auf potentiell interessante Bildelemente." - Wikipedia: Psychologische Grundlagen der Bildgestaltung

In diesem Absatz liegt der Grund weshalb wir als Fotografen auf die Bildkomposition achten sollten: Aufmerksamkeit! Ein gut durchdachtes Bild mit den richtigen Bildelementen an genau den richtigen Stellen hebt unsere Bilder von den normal "geknipsten" Bilder ab. Und dabei ist es egal welche Kamera wir benutzen. Das Wissen über die Bildkomposition kann man auch mit der Kamera vom Handy anwenden. Die "große" Kamera ist eigentlich nur das Werkzeug um auf bestimmte Situationen vorbereitet zu sein, die man mit einer Kompakt- oder Handykamera gar nicht oder nicht annähernd so gut einfangen kann. Hiermit möchte ich die Profikameras keinesfalls schlechtreden. Nicht jeder braucht sie wirklich, dennoch sie haben ihre Daseinsberechtigung. :)

PERSPECTIVES

Mein erster Tipp für deine Bildkomposition: Nutze ungewöhnliche Perspektiven!

In diesem Beitrag gibt es auch gleich noch einen ersten kurzen Tipp für dich: versuche ungewöhnliche Perspektiven zu nutzen.

Ungewöhnliche Perspektiven sind relativ leicht zu erkennen. Jede Perspektive, die von uns nicht regelmäßig wahrgenommen wird, ist potenziell spannend. Dazu zählen unter anderen die Low-Angle und High-Angle Perspektive. Hier ein kurzes Beispiel: Bei der Haustier- bzw. Kinderfotografie ist es extrem wichtig, sich auch auf die Augenhöhe seines Models zu begeben. Diese Low-Angle-Bilder zeigen das Tier oder das Kind aus einer Perspektive, die für die Besitzer des Tiers oder Eltern des Kindes nicht alltäglich ist und im Vergleich nur sehr selten wahrgenommen wird. Dadurch bekommt das Bild auf Anhieb ein gutes Maß an Spannung.

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann würde ich mich über einen Kommentar unter diesem Beitrag freuen! :) Ich lade dich ebenfalls herzlich dazu ein, einmal auf meinem Instagramprofil vorbeizuschauen.

In diesem Sinne: Bis bald!

Hallo Zusammen!

In diesem Beitrag möchte ich mich der Brennweite von Objektiven widmen. Welche Auswirkungen hat die Brennweite auf das fertige Bild? Was musst du bei der Angabe der Brennweite auf deinem Objektiv beachten? Und wie funktioniert ein Zoom-Objektiv? Das sind viele Fragen, die es in diesem Artikel zu beantworten gilt.

TUNNEL VISION

Die Brennweite eines Objektivs

Die Brennweite eines Objektivs wird immer in Millimeter (mm) angegeben und beschreibt die Distanz zwischen der optischen Hauptebene der Linse oder Linsengruppe des Objektivs bei eingestellter Fokusentfernung von 'unendlich' und dem Sensor in der Kamera. Bei dieser Einstellung liegt der Brennpunkt nämlich genau auf dem Sensor der Kamera. Dabei entstehen große Brennweiten durch flache, schwach gekrümmte Linsenoberflächen. Die kleinen Brennweiten entstehen hingegen durch eine starke Krümmungen der Linsenoberfläche.

Festbrennweite vs. Zoom-Objektiv

Eine Möglichkeit Objektive nach ihren Eigenschaften einzuteilen ist die Unterteilung in Zoom-Objektive und Festbrennweiten.

Eine Festbrennweite ist ein Objektiv ohne Zoom. Es hat nur eine einzige feste Brennweite. Der große Vorteil bei dieser Art von Objektiven ist, dass diese Objektive in ihren Eigenschaften auf diese Brennweite optimiert werden. Sie haben weniger optische Fehler wie chromatische Aberrationen oder Vignettierung und können dabei deutlich lichtstärker sein als Zoom-Objektive. Allgemein kann man sagen, dass Festbrennweiten im gleichen Preissegment im Vergleich zu Zoom-Objektiven für eine bessere Bildqualität sorgen. Gängige Festbrennweiten sind beispielsweise 24mm, 35mm, 50mm und 85mm.

Ein Zoom-Objektiv ist ein Objektiv mit einer variablen Brennweite. Die Brennweite kann an einem Zoom-Objektiv in einem bestimmten Bereich verstellt werden. Gängige Zoombereiche sind beispielsweise 16mm bis 35mm, 24mm bis 70mm oder 70mm bis 200mm. Durch die variable Brennweite ist es dem Fotograf möglich den Bildwinkel relativ schnell und ohne das Wechseln des Objektivs zu ändern. Wofür die Angabe des Bildwinkels gut ist und wie der Bildwinkel in Abhängigkeit von Brennweite und Sensorgröße bestimmt wird, erkläre ich im nachfolgenden Abschnitt. Zoom-Objektive müssen im gesamten Brennweitenspektrum eine konstante Leistung erbringen und sind daher anfälliger für optische Fehler.

Mit welchem Objektivtyp man unterwegs ist hängt von mehreren Faktoren ab, wie zum Beispiel dem Motiv, den Anforderungen an das Bild, der Größe des Geldbeutels oder der persönlichen Präferenz für einen bestimmten Objektivtyp.

Was bedeutet der Crop-Faktor meiner Kamera für die Brennweite und den Bildwinkel meines Objektivs?

Der Bildwinkel beschreibt den größtmöglichen Winkel, den eine bestimmte Brennweite abhängig von der Sensorgröße horizontal abzubilden in der Lage ist. Er ist notwendig um Objektive unabhängig vom Kamerasystem miteinander vergleichen zu können.

Meistens rechnet man die Brennweite von Kameras mit einem Crop-Sensor (als einem kleinerem Sensor) auf die äquivalente Brennweite an einer Kleinbildkamera um. Diese Umrechnerei ist historisch entstanden, da früher der 35mm-Kleinbildfilm, der in der Größe mit dem Kleinbild-Sensor identisch ist, und die dazugehörigen analogen Kameras für die meisten Fotografen zugänglich waren. Der Kleinbild-Sensor heißt auch genau wegen der identischen Größe "Vollformat", da er das volle Format des damals gängigen Kleinbildfilms abdeckt.

Um diese Umrechnerei etwas zu vereinfachen, gibt es den sogenannten Crop-Faktor. Das ist eine Zahl, welche mit Brennweite, Blende und ISO multipliziert wird und die entsprechenden Werte für eine Kleinbild-Kamera zu errechnen.

Hierzu kann folgende Gleichungen benutzt werden:

Vollformat äquivalente Brennweite = tatsächliche Brennweite * Crop-Faktor
Vollformat äquivalente Blende = tatsächliche Blende * Crop-Faktor
Vollformat äquivalente ISO = tatsächliche ISO * (Crop-Faktor ^ 2)

Um nun an Kameras mit verschiedenen Sensorgrößen den Bildwinkel von 47° (Bildwinkel von 50mm an einer Kleinbild-Kamera) zu erhalten, muss man verschiedene Brennweiten benutzen:

MFT (2 x Crop):
25mm

APS-C (1,5x / 1,6x Crop):
30mm - 35mm

VF (1x Crop):
50mm

Dieser Zusammenhang ist einer der größten Vorteile von kleineren Kamerasensoren: möchte man einen größen Zoombereich oder eine lange Brennweite haben, so ist das an einer Crop-Kamera meist um einiges günstiger als an einer Kleinbild-Kamera.

Einteilung von Objektiven nach ihrer Brennweite

Die nachfolgende Übersicht habe ich nahezu unverändert von einer anderen Website (digitipps.ch) übernommen.

Je nach Brennweite werden Objektive in gewisse Kategorien eingeteilt:

Bezeichnung Brennweiten (Vollformat äquivalent) Bildwinkel in Grad
Super-Weitwinkel-Objektive 11 bis 24 mm 126 bis 84°
Weitwinkel-Objektive 25 bis 35 mm 82 bis 63°
Normal-Objektive 40 bis 50 mm 57 bis 47°
Porträit-Objektive 85 bis 130 mm 29 bis 19°
Tele-Objektive 140 bis 250 mm 17 bis 10°
Super-Tele-Objektive 260 bis 600 mm und mehr 10 bis 47°

Auswirkung der Brennweite auf das Bild

Das Objektiv beeinflusst das fertige Bild mehr als deine Kamera. Es gibt dem Bild einen gewissen 'Look'. Die Brennweite des Objektivs hat, wie die Blende auch, mehrere Eigenschaften die sich auf das Bild auswirken: Bildwinkel, Schärfentiefe und Bildkompression.

Der Bildwinkel: Der Grund des Crop-Faktor-Wahnsinns

Wie oben bereits erwähnt, bietet eine Brennweite von beispielsweise 35mm nicht an jeder Kamera das gleiche Bild. Je nach Sensorgröße können hier große Unterschiede entstehen. Ein Objektiv mit einer Brennweite von 35mm ist an einer APSC-Kamera eine Normal-Brennweite, an einer Kleinbild-Kamera eine Weitwinkel-Brennweite und auf einer MFT-Kamera schon fast eine Portait-Brennweite. Der Grund hierfür ist der Crop (engl. Zuschnitt) der kleineren Kamerasensoren. Der größere Sensor belichtet bei der gleichen Brennweite eine größere Fläche und somit ist der Bildwinkel größer.

Schärfentiefe: Bessere Freistellung mit längeren Brennweiten

Wichtig für den 'Look' eines Bildes ist auch die Schärfentiefe im Bild. Hier kann man durch das bewusste Setzen der Schärfeebene gezielt den Blick des Betrachters lenken. Gerade bei Portraits wird gerne durch ein butterweiches Bokeh [von jap. 'boke' = 'unscharf' oder 'verschwommen'] das Model vom Hintergrund separiert. Je länger die Brennweite eines Objektivs, desto geringer ist die Schärfentiefe im Bild. Das wird besonders bei den Tele-Brennweiten bemerkbar. Hier erhält man eine geringe Schärfentiefe auch bei weniger lichtstarken Objektiven. Im Gegensatz zu den Tele-Brennweiten haben Weitwinkel- und Super-Weitwinkel-Brennweiten eine relativ große Schärfentiefe.

Bildkompression: Wenn der Hintergrund näher an das Motiv rückt

Die Bildkompression bei langen Brennweiten sorgt dafür, dass Hintergrundelemente scheinbar größer abgebildet werden als sie es tatsächlich sind. Dadurch wirkt das Bild flacher und hat weniger Tiefe. Durch den Effekt der Bildkompression wird auch die Darstellung von Gesichtern bei verschiedenen Brennweiten unterschiedlich beeinflusst. Bei Brennweiten zwischen 50mm und 90mm wirken Gesichter normal, das heißt so wie wir sie mit unserem Auge wahrnehmen. Benutzt man jedoch extreme Weitwinkel- oder Tele-Brennweiten so "verformen" sich die Proportionen des Gesichts. So kann es vorkommen, dass die Nase des Models zum Beispiel bei einer äquivalenten Brennweite von 24mm besonders groß wirkt, da die Distanz zur Nase bei gleicher Abbildungsgröße bei 24mm kleiner ist, als bei einer längeren Brennweite.

Der Zoom-Multiplikator: Was bedeutet X-fach optischer Zoom?

Bevor ich diesen Abschnitt beginne ist es wichtig an dieser Stelle den Unterschied zwischen optischen und digitalem Zoom aufzuzeigen. Optischer Zoom wird durch die Optiken des verwendeten Objektivs auf der physikalischen Ebene und ohne signifikanten Qualitätsverlust erreicht. Beim digitalen Zoom wird lediglich das Bild zugeschnitten, weshalb die Bildqualität beim digitalen Zoom extrem leidet. In diesem Abschnitt behandle ich ausschließlich den optischen Zoom.

Bei vielen "Consumer"-Kameras ist das Objektiv fest verbaut. Deshalb besteht die Notwendigkeit Objektive zu verbauen, die einen relativ großen Brennweitenbereich abdecken um diese Kameras universell einsetzbar zu machen. Bei den meisten kleinen Sensoren ist das Verbauen von großen Brennweitenbereichen auch gar nicht das Problem. Da die kleinen Sensoren einen ziemlich großen Crop-Faktor haben und somit um einiges kürzere Brennweiten für den gleichen Bildausschnitt benutzen als Kameras mit MFT-, APSC- oder Kleinbild-Sensor, wird es bei der Spezifikation des Brennweitenbereichs problematisch. Kaum jemand kann mit einer Angabe des Brennweitenbereiches von 9,1mm bis 146mm (25mm bis 400mm äquivalent am Kleinbild) wie beispielsweise bei der Panasonic LUMIX FZ1000 II etwas anfangen. Hier bedienen sich die Kamerahersteller gerne des Zoom-Multiplikators. Der Zoom-Multiplikator eines Zoom-Objektivs ergibt sich aus der längsten Brennweite des Objektivs geteilt durch die kürzeste Brennweite des Objektivs. Die eben genannte LUMIX-Kamera erreicht somit einen Zoom-Multiplikator von 16 - sie hat also einen 16-fach optischen Zoom. So hat ein "normales" Kit-Zoom mit einem Brennweitenbereich von 24mm bis 70mm meistens eines Zoom-Multiplikator von 3. Man spricht von einem 3-fach optischen Zoom. Hierbei ist die Spezifikation der kleinsten Brennweite als Indikator für den weitesten Bildwinkel enorm wichtig, denn ein Zoom-Objektiv mit einem Brennweitenbereich von 70mm bis 200mm hat auch einen Zoom-Multiplikator von 3. Im Allgemeinen kann man sagen, dass Objektive mit kleinerem Zoom-Multiplikator eine bessere optische Leistung haben.

Mein Fazit: 'Die Brennweite: Mehr als nur der Zoom!

Wer die Fotografie etwas ernster nimmt, sollte die Eigenschaften von verschiedenen Brennweiten kennen und nutzen. Dabei werden gerade Neulingen durch die Äquivalenz-Rechnerei ziemlich verwirrt. Kennt man jedoch die Eigenschaften der verschiedenen Brennweiten, kann man beim Objektivkauf gezielt nach seinen Anforderungen suchen und unter Umständen eine ganze Menge Geld sparen.

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, würde ich mich sehr über einen freundlichen Kommentar von dir freuen. Hast du einen Verbesserungsvorschlag? Dann lass es mich durch dein Kommentar wissen!

Bis bald!

ZIELFOTOS WARNEMÜNDE

Hallo Zusammen!

Wenn du den YouTube-Fotografen Stephan Wiesner bereits kennst, wirst du den Begriff Zielfoto gut kennen. Für alle anderen stelle ich Stephan Wiesner kurz vor und erkläre, was es mit den Zielfotos auf sich hat.

Über Stephan Wiesner

Stephan Wiesner ist ein deutscher Fotograf, der lange Zeit in der Schweiz gelebt hat. Dort hat er während eines Burnouts in seinem Beruf als IT-Berater seine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. Bekannt geworden ist er durch seine Portraitfotografien (vor allem von Sportlern) und durch seine Landschaftsfotografien aus den Alpen.

Was ist ein Zielfoto?

Dabei setzt er sich besonders in der Landschaftsfotografie immer wieder einzelne Bildideen, die er auf einem Ausflug oder einer Reise umsetzen möchte, als Ziel. Das sind seine Zielfotos. Dadurch überdenkt man die Motivauswahl und die Rahmenbedingungen für die Fotos im Vorfeld sehr genau. Ein kleines Beispiel: Möchte man einen bestimmten Bergsee in den Alpen beim Sonnenaufgang fotografieren, so muss man, um das zu erreichen, am Vortag zum dem besagten See wandern, die Nacht dort verbringen, vor Sonnenaufgang aufstehen, das Equipment an der richtigen Stelle bereit machen und dann das Foto im richtigen Zeitfenster machen. Durch diese Vorüberlegung, weiß man, was man tun muss, um das eine richtig gute Foto zu machen.

Meine Zielfotos für Warnemünde

Nun zu mir. Ich fahre mit der Familie über das Osterwochenende nach Warnemünde. Dort wollen wir uns zusammen einige Sehenswürdigkeiten ansehen, und, allem voran, zusammen eine gute Zeit haben. Das heißt, ich werde mich einen Großteil der Zeit nach den anderen richten müssen. Das ist auch nicht weiter schlimm, es ist ja schließlich ein Familienurlaub. Mein Wunsch als *hust* ambitionierter Freizeitfotograf ist es dennoch, aus dem Urlaub einige "WOW!"-Fotos mit nach Hause zu nehmen und vielleicht sogar das eine oder andere Foto in einem größeren Format auszudrucken. Dafür habe ich keine Mühen gescheut und ein wenig zu den Sehenswürdigkeiten in Warnemünde recherchiert. Dabei habe ich meine Informationen vor allem von dieser Website.

Leuchtturm von Warnemünde© A.Savin, WikiCommons

Leuchtturm Warnemünde

Eines der bekanntesten Wahrzeichen von Warnemünde ist der 1897 erbaute Leuchturm. Er ist 31 Meter hoch und bietet zwei Aussichtsplattformen, die von Mai bis September für Besucher geöffnet sind. Er ist heute noch ferngesteuert in Betrieb und strahlt dabei ca. 20 Seemeilen übers Meer (das entspricht etwa 37km). In Warnemünde verbindet er die westlich von ihm gelegene Seepromenade mit dem von ihm südlich gelegenen "Alten Strom".

Ein Leuchtturm an sich ist bereits ein geeignetes Postkartenmotiv. Jedoch werde ich hier versuchen etwas kreativ zu werden, um eine ungewöhnliche Perspektive zu finden. Das sollte dem Bild etwas Spannung verleihen.

Teepott Warnemünde

Der "Teepott" Warnemünde steht direkt neben dem Leuchturm. Von 1927 bis 1945 stand an dieser Stelle ein kreisrunder Teepavilion, dem der heutige Teepott seinen Namen verdankt. Der alte Teepavilion ist nach einer Brandstiftung am 02.05.1945 völlig ausgebrannt. Seit 1968 steht der Neubau schon an genau dieser Stelle. Gerade für Architekturfotografen ist diese Sehenswürdigkeit aufgrund der ungewöhnlichen Bauweise sehr interessant.

Für mich ist das Gebäude nicht ganz so relevant. Hier werde ich wahrscheinlich "nur ein Standardfoto" machen.

Westmole Warnemünde - Leuchtfeuer und Aussichtspunkt

Die Westmole ist der am weitesten im Meer gelegene Aussichtspunkt von Warnemünde. Sie reicht 541 Meter weit in die Ostsee und dient hauptsächlich als Schutz und Wellenbrecher. Sowohl die West- als auch die Ostmole besitzen je ein Molenfeuer, welches ein gutes Motiv für ein gutes Landschaftsfoto ist.

Hier werde ich mich in der Landschaftsfotografie versuchen. Wenn ich etwas Glück habe und das Wetter mitspielt, kann ich hier, bei einer guten Lichtstimmung, durchaus ein relativ dramatisch wirkendes "WOW!"-Foto abstauben.

Seepromenade Warnemünde

Die Seepromenade in Warnemünde führt den Besucher rund 2km entlang des Strands. Sie reicht vom Leuchturm und dem Teepott im Osten, am Neptun Hotel vorbei, bis zum Küstenwald im Westen. Hier hat man einen freien Blick auf die ein- und auslaufenden Schiffe. Zudem sind hier stets viele Menschen zwischen all den kleinen Läden unterwegs.

Hier werde ich mich in der "Street"-Fotografie versuchen und etwas Stillleben der Seepromenade in schwarzweiß einfangen. Das sollte auch tagsüber einige gute, kontrastreiche Fotos einbringen.

Alter Strom von Warnemünde© A.Savin, WikiCommons

Der Alte Strom von Warnemünde

Den "Alten Strom" von Warnemünde gibt es bereits seit 1423. Bis ins Jahr 1903 war der Alte Strom der einzige Zugang von der Ostsee in den Hafen von Rostock. Die Westseite des Alten Stroms gilt als Flaniermeile. Dort befinden sich in Richtung des Leuchturms und der Westmole viele alte Kapitänshäuser, die heute Gaststätten und Restaurants beherbergen.

Auch hier werden einige gute "Street"-Fotos zu holen sein.

Fischmarkt an der Mittelmole

An der Ostseite des Alten Stroms, auf Höhe der historischen gusseisernen Drehbrücke von 1903, befindet sich der Fischmarkt an der Mittelmole. Ein Besuch hier ist besonders in den frühen Morgenstunden sehr empfehlenswert, da dann die Fischkutter beladen mit frischem Ostseefisch einlaufen.

Hier werde ich mich bei der Motivauswahl auf die kleineren Schiffe und Fischkutter fokussieren. Diese Location bietet ein sehr spannendes Ambiente und führende Linien. Auch hier wird viel von der Lichtstimmung abhängen.

Kirche Warnemünde

Die Kirche steht im Zentrum von Warnemünde und nur unweit des Alten Stroms. Die erste Fischerkirche in Warnemünde wurde bereits um das Jahr 1200 errichtet. Neben der imposanten Architektur bietet die im Jahr 1874 eingeweihte Kirche von Warnemünde auch einige besondere Ausstellungsstücke, wie zum Beispiel den um 1475 in Danzig gefertigten Schnitzaltar, die Christophorusstatue aus dem 15. Jahrhundert, die 1591 gefertigte Kanzel oder das aus dem 18. Jahrhundert stammende, handgeschmiedete Uhrwerk.

Die Kirche von außen als Architekturfotografie und/oder einige Detailfotos aus dem Inneren sollten hier zu holen sein. Für mich eher Standardfotos.

Vörreeg und Achterreeg

Die beiden Straßen Vörreeg und Achterreeg sind die ältesten Straßen von Warnemünde. Bis ins 19. Jahrhundert beschränkte sich die gesamte Bebauung von Warnemünde auf diese beiden Hausreihen. Vörreeg und Achterreeg sind plattdeutsch für "Vorderreihe" und "Hinterreihe". Die Vörreeg enthalt das älteste erhaltenes Gebäude: die ehemalige Vogtei. Sie wurde 1605 gebaut.

Besonders die Vogtei ist hier einen besonderen Blick wert. Vielleicht könnte ich die Vogtei auch im Dunkeln fotografieren? Ich darf das Stativ nicht vergessen!

Mein Must-Have: Portraits am Strand zum Sonnenuntergang

Die eben beschriebenen Sehenswürdigkeiten sind alle sehr spannend und ich freue mich darauf, Warnemünde gemeinsam mit der Familie zu erkunden. Mein wichtigstes Zielfoto ist jedoch ein anderes: Ich möchte einige tolle Bilder von meiner Liebsten am Strand beim Sonnenuntergang machen. Hier sollten alle Kriterien für ein "WOW!"-Foto erfüllt werden: gefälliges Motiv, gute Location und eine romantische Lichtstimmung.

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Bis zum nächsten Beitrag!