Hallo Zusammen! In diesem Beitrag möchte ich mich einem fundamentalen Bestandteil der Fotografie widmen, einer Eigenschaft, die maßgeblich über den Preis eines Objektivs entscheidet und (dieser Aspekt ist sogar sehr viel wichtiger) Grundlage für die Belichtung eines jeden Bildes ist. Ich spreche von der Blende.

APERTURE BLADES

Was ist die Blende?

Wenn wir im normalen fotografischen Sprachgebrauch von einer Blende sprechen, meinen wir meist die Öffnung der Aperturblende eines Kameraobjektivs. Diese wird in Abhängigkeit der Brennweite berechnet und gibt einem Fotografen einen für verschiedene Objektive vergleichbaren Wert für die Lichtstärke und die Schärfentiefe des jeweiligen Objektivs. Wenn man einige Zusammenhänge, wie zum Beispiel die verwendete Sensorgröße, etwas vereinfacht, kann der folgende Merksatz aufgestellt werden:

Je kleiner die Zahl der Blende ist, desto lichtstärker ist ein Objektiv und desto geringer ist die Schärfentiefe im Bild.

Wozu benötigt man eine große Offenblende?

Die geringe Schärfentiefe (auch Bokeh [von jap. 'boke' = 'unscharf' oder 'verschwommen'] genannt) ist ein beliebtes fotografisches Element zur Bildgestaltung, etwa um eine Person oder einen Gegenstand vom Hintergrund freizustellen.

Aber auch die maximale Lichtstärke ist für viele Einsatzgebiete entscheidend. So können Sportfotografen mit ihren Spezialobjektiven die Bewegung eines Sportlers aufgrund von sehr schnellen Verschlusszeiten einfrieren oder Astrofotografen Bilder vom Sternenhimmel machen ohne die Sensorempfindlichkeit (ISO) dafür zu missbrauchen. Mit einem handelsüblichen Kitobjektiv (meist f3.5 - f5.6) kann man diese Effekte ebenfalls erzielen, jedoch sorgt der dann benötigte hohe ISO-Wert meist zu einem starken Bildrauschen.

Blendenstufen, ISO und Belichtungszeit

Die Skala der f-Werte von Objektiven sind in sogenannte Blendenstufen unterteilt. Gängige Blendenstufen sind die folgenden:

f1.4 - f2.0 - f2.8 - f4.0 - f5.6 - f8 - f11 - f16 - f22

Öffnet man die Blende um eine Stufe, zum Beispiel von f4.0 auf f2.8, so lässt das Objektiv die doppelte Menge Licht auf den Sensor. Schließt man die Blende um eine Stufe, zum Beispiel von f4.0 auf f5.6, so halbiert sich die Menge von Licht die auf den Sensor trifft. Dementsprechend muss man die anderen Parameter der Belichtung anpassen um ein vergleichbar belichtetes Bild zu erhalten. Hier ein paar Beispiele:

f4.0 | 1/100s | ISO 400 - Blende wird um eine Stufe auf f2.8 geöffnet:
Um die gleiche Belichtung wie oben zu erreichen, müsste man entweder die Verschlusszeit oder den ISO halbieren: f2.8 | 1/200s | ISO 400 oder f2.8 | 1/100s | ISO 200

f4.0 | 1/100s | ISO 400 - Blende wird um eine Stufe auf f5.6 geschlossen:
Um die gleiche Belichtung wie oben zu erreichen, müsste man entweder die Verschlusszeit oder den ISO verdoppeln: f5.6 | 1/50s | ISO 400 oder f5.6 | 1/100s | ISO 800

Äquivalente Blenden, Brennweiten und der Crop-Faktor bei verschiedenen Sensorgrößen

Kurz vorweg: das nachfolgende Thema ist eigentlich so komplex, das es einen separaten Beitrag benötigt. Um das Thema Blende trotzdem ganzheitlich zu beleuchten, habe ich den nachfolgenden Abschnitt trotzdem mit in diesen Beitrag genommen.

Nun, wie eingangs erwähnt, berechnet sich der f-Wert für die maximale Offenblende eines Objektivs anhand der Brennweite (f) des Objektivs. Zudem ist die Größe der Eintrittspupille der Apertur, also des Frontelements des Objektivs (D) ausschlaggebend. Die Formel für den f-Wert des Objektivs, also der maximalen Offenblende (im Folgenden als N) lautet wie folgt:

N = f / D

Zugegeben, das allein ist nicht sehr aussagekräftig. Ein Beispiel muss her. Nehmen wir das Sony FE 50mm f1.8, das "Nifty-Fifty" für Sony's E-Mount Kameras. Was wir über dieses Objektiv wissen, ist, dass es eine Brennweite von 50mm und eine maximale Offenblende von f1.8 hat. Setzt man diese Werte in die Gleichung ein, erhält man die Größe des Durchmessers vom Frontelements des Objektivs.

1.8 = 50 / D
1.8 D = 50
D = 27,8

Das Frontelement hat also einen Durchmesser von 27,8 mm. Soweit so gut.

Jetzt kommt der Crop-Faktor zum Vergleich des Bildwinkels einer Brennweite an verschiedenen Kameras ins Spiel. Dieses Objektiv ist für den Einsatz an einer Vollformatkamera konzipiert. Nutzt man es auch an einer Vollformatkamera [nicht an einer APSC-Kamera wie die A6000, da passt das Objektiv nämlich auch dran ;)] ist der Crop-Faktor 1. Das 50mm-Objektiv von Sony hat an einer Vollformatkamera den Bildwinkel eines 50mm-Objektivs an einer Vollformatkamera. Das ist schlüssig.

Du musst dir vorstellen, dass eine Kamera mit kleinerem Sensor bei gleicher Brennweite im Vergleich zur Vollformatkamera nur einen kleineren Bildausschnitt aufnimmt. Zum Vergleich habe ich hier eine kurze Aufstellung von gängigen Crop-Faktoren für dich (vom großen zum kleinen Sensor):

Mittelformat: 0,79 (Fuji GF)
Vollformat: 1
APS-C: 1.5 (Canon: 1.6)
MFT: 2.0

Das Lumix G 25mm f1.7 ist das "Nifty-Fifty"-Objektiv für die MFT-Kameras von Panasonic. Die Angabe der maximalen Offenblende verspricht mit einem f-Wert von 1.7 eine bessere Leistung als das Sony FE 50mm f1.8, oder? Und hier beginnt der Trugschluss...

Durch den für MFT-Kameras üblichen Crop-Faktor von 2 erhalten wir für die Brennweite von 25mm den gleichen Bildwinkel wie beim 50mm Sony-Objektiv. Mit einer Brennweite f von 25mm und einer Offenblende N von 1.7 erhalten wir folgende Gleichung für das Frontelement:

1.7 = 25 / D
1.7 D = 25
D = 14,7

Das Frontelement hat einen Durchmesser von 14,7 mm. Diese 14,7 mm große Öffnung kann unmöglich mehr Licht einfallen lassen als die des Sony Objektivs mit 27,8 mm.

Wendet man jetzt den Crop-Faktor ebenfalls auf die Blende an, müsste ein MFT-Objektiv mit einer 50mm-äquivalenten Brennweite von 25mm eine Blende von f0.9 haben, um die gleiche Lichtstärke zu erreichen.

N = 25 / 27,8
N = 0,9

Noch auffälliger ist es, wenn man diesen Vergleich auf Kompakt- oder Handykameras anwendet. Aus den eben gezeigten Zusammenhängen zum Crop-Faktor lassen sich folgende Formeln ableiten:

Vollformat äquivalente Brennweite = tatsächliche Brennweite * Crop-Faktor
Vollformat äquivalente Blende = tatsächliche Blende * Crop-Faktor
Vollformat äquivalente ISO = tatsächliche ISO * (Crop-Faktor ^ 2)

Zusammenfassung: Worauf muss ich beim Kauf eines neuen Objektivs achten?

Der letzte Abschnitt war ziemlich trocken. Nun zum spannenden Teil. Welches Objektiv sollst du dir kaufen? Nun das kommt ganz auf deine Art der Fotografie an.

Bist du Einsteiger und hast deine Kamera und das dazugehörige Kit-Objektiv erst gekauft, empfehle ich dir, damit erst einmal ein paar Bilder zu machen. Lerne und verstehe was die verschiedenen Brennweiten bedeuten und welche Eigenschaften sie mit sich bringen. Wenn du weißt was Weitwinkel-, Normal- und Portrait- und Telebrennweiten sind, kannst du mit Schritt 2 fortfahren.

Hast du bereits etwas Erfahrung mit dem Kitobjektiv gesammelt, solltest du dir eine Festbrennweite in dem von dir am häufigsten genutzten Brennweitenbereich zulegen. Zum einen verbesserst du mit einer Festbrennweite deinen Blick für die Bildgestaltung, da du dich, wenn du die Positionierung eines Elementes im Bild verändern möchtest, immer selbst bewegen musst. (Deshalb nennen manche Fotografen die Festbrennweiten auch Turnschuhzoom. :) ) Zum anderen sind lichtstarke Festbrennweiten meistens deutlich günstiger als lichtstarke Zoomobjektive und sind trotzdem noch um ungefähr eine Blendenstufe lichtstärker. Hier kann man die für dein Kamerasystem äquivalenten Brennweiten von 35mm und 50mm gut empfehlen.

Du hast beispielsweise eine Sony A6000, eine APSC-Kamera mit Crop-Faktor 1,5. Hier solltest du nach Objektiven mit einer Brennweite um die 23mm (vgl. 35mm) oder um die 33mm (vgl. 50mm) Ausschau halten.

Wenn du bereits Erfahrung mit Zoomobjektiven und Festbrennweiten hast und weißt, was du gerne fotografierst und welche Brennweiten man dafür benötigt. Dann kann ich dir an dieser Stelle nur noch den Ratschlag geben, dass du deinen Geldbeutel etwas schonen solltest. Denn manchmal muss es nämlich nicht das um eine Blendenstufe bessere Objektiv sein, das das dreifache von dem etwas "schlechteren" Objektiv kostet.

Ich hoffe dir hat der Beitrag gefallen. Wenn dem so ist, wurde ich mich über deinen Besuch auf meiner Instagramseite @tobiaskuerschner sehr freuen. Dort stelle ich fast alle aktuellen Bilder.

Hallo Zusammen! In diesem Beitrag möchte ich eine sehr fundamentale Frage beantworten, auf die jeder angehende (Hobby-)Fotograf eine gute Antwort geben können sollte. Was ist Fotografie? Und sind wir uns der Bedeutung eigentlich noch bewusst?

JUST A LENS

Ansätze zur Begriffsbestimmung

Laut dem Duden hat das Wort Fotografie folgende Bedeutungen:
1a) [Verfahren zur] Herstellung dauerhafter, durch elektromagnetische Strahlen oder Licht erzeugter Bilder
1b) Art des Fotografierens beim Film
2) einzelnes Lichtbild, Foto

Bedeutung Nummer 2 bezeichnet also das Produkt, welches wir als Fotografen herstellen. Ein Bild oder Foto auf einem Medium, sei es digital auf einem Display oder gedruckt in unserer Hand, ist eine Fotografie.
Bedeutung Nummer 1 beschreibt das Verfahren zur Herstellung von Fotografien und soll Schwerpunkt von diesem Artikel sein.

Fotografie: das Zeichnen mit Licht

Wikipedia ist zwar eine wissenschaftlich nicht anerkannte Quelle, dennoch schaue ich bei einer Recherche zu einem bestimmten Thema immer zuerst auf den dazugehörigen Wikipedia-Artikel. Meistens findet man dort gleich zu Beginn den so wertvollen Überblick über das Thema sowie eine Hand voll Ideen für die weiterführende Suche nach Informationen. So auch bei diesem Artikel.

Das Wort Fotografie leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bedeutet so viel wie Schreiben, Malen oder Zeichnen mit Licht. Und das ist seit der ersten Fotografie im Jahr 1826 von Joseph Nicéphore Niépce bis heute unverändert. Wenn man mit einer digitalen Kamera eine Fotografie aufnimmt [ also auf den Auslöser der Kamera drückt :) ], so lässt man Licht für eine bestimmte Zeit lang auf den Sensor der Kamera fallen. Der Sensor wertet das eingefallene Licht aus und die Kamera legt die ausgewerteten Informationen als fertiges Bild auf der Speicherkarte ab. Bei einer analogen Kamera ist der Ablauf an sich der gleiche. Anstatt eines Sensors und einer Speicherkarte besitzt die analoge Kamera jedoch einen Film, der das Bild chemisch-physikalisch fixiert.

Im übertragenen Sinne...

Nun könnte man das Thema auf sich beruhen lassen und sagen, dass die Aufgabe des Fotografen darin besteht, dass dieser gezielt Motiv und Licht sucht und diese dann in einem Bild einfängt. Landschaftsfotografen machen beispielsweise die meisten ihrer Bilder, aufgrund der besonderen Lichtstimmung, in der morgendlichen oder abendlichen Dämmerung. Sie suchen also das richtige Licht. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Unglaublich wichtig für einen Fotografen (vor allem für die Portrait- und Produkt-Fotografen) ist es, die Fähigkeit zu entwickeln, das Licht zu kontrollieren. Und damit meine ich keine Superkraft, sondern die gezielte Verwendung von künstlichen Lichtquellen. Die Auswahl der Lichtquelle, der Winkel, die Intensität und die Verwendung bestimmter Lichtformer kann die Wirkung eines Bildes maßgeblich beeinflussen.

Wenn du dich für meine ersten Schritte in der Studiofotografie interessierst, dann kann ich dir den folgenden Beitrag von mir empfehlen:

LOW-KEY-SELBSTPORTRAIT MIT GÜNSTIGEM FOTOSTUDIO-SET VON AMAZON

Fazit: Was ist Fotografie?

Was aber sollte man aus diesem Beitrag mitnehmen?

Zu aller erst, dass nicht die Kamera für die Belichtung des Bildes verantwortlich ist, sondern der Fotograf. Denn ob ein Bild gut oder schlecht wird, entscheidet sich durch den Bereich vor und hinter der Kamera.

Zum anderen sollte man als Fotograf stets auf der Suche nach besonderem Licht sein. Eine außergewöhnliche Farbe oder eine besonders gleichmäßige Ausleuchtung sind Beispiele für Eigenschaften von gutem Licht. Dazu noch ein gefälliges Motiv und fertig ist das gute Bild. Zumindest fast. :)

Wenn dir dieser Beitrag gefallen hat, würde ich mich sehr über deinen Besuch auf meiner Instagramseite freuen. Dort findest du immer meine aktuellsten Fotos. In diesem Sinne: Bis bald!

Hallo Zusammen! In diesem Artikel möchte ich meine Erfahrungen mit dem OUBO Fotostudio-Set von Amazon* mit dir teilen. Was du alles für rund 85€ bekommst und ob das Ganze auch etwas taugt, erfährst du hier.
* kein Affiliate-Link :)

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Inhalt des OUBO Fotostudio-Set

In dem Fotostudio-Set von Amazon ist enthalten:

Hintergrund
2 x Stativ für Hintergrund (links und rechts)
1 x Querstrebe (wird auf die Stative geschraubt)
1 x schwarzer Hintergrund
2 x weißer Hintergrund
1 x grüner Hintergrund

Licht
2 x Lampenstativ
2 x Lampensockel mit Softbox
2 x Leuchtmittel (135W, Sockel E27)
1 x faltbarer und wendbarer Reflektor (weiß, silber und gold)

Zubehör
3 x Klemmen um den Hintergrund zu fixieren
1 x Tragetasche für Hintergrund-Set
1 x Tragetasche für das komplette Set


Verarbeitungsqualität

In Sachen Qualität brauchen wir uns nichts vormachen. Wer extrem günstig kauft, bekommt keine Premium-Qualität. Das war auch gar nicht die Prämisse beim Kauf. Das Preis-Leistung-Verhältnis war hier das Hauptaugenmerk. Das Set enthält alles, was man zum Start in die private Studiofotografie benötigt und das war mir wichtig. Zudem ist es dennoch relativ solide gebaut. Die Stative für Hintergrund und Lampen stehen sicher und vertragen es auch, wenn mein kleiner Wirbelwind zwischen ihnen im Slalom läuft. Einzig die eingesetzten Leuchtmittel könnten etwas heller sein. Eingesetzt sind 135W Glühlampen mit Sockel E27 als Dauerlicht. Hier werde ich wahrscheinlich irgendwann LED-Lampen nachrüsten, welche deutlich mehr Leuchtkraft haben sollten.

Das Fotostudio-Set von OUBO im Einsatz

Während der Benutzung des Fotostudio-Sets sind mir als ambitionierten Hobbyfotograf kaum Schwächen aufgefallen. Die Hintergründe sind beim ersten Aufbau etwas faltig. Um die Falten zu entfernen könnte man den jeweiligen Hintergrund bügeln. Da die Hintergrunde aus Kunststofffasern sind, sollte man sich auf die Hinweise aus der mitgelieferten Bügelanleitung halten. Ich konnte mit den Falten aber gut leben, da ich sowieso recht offenblendig fotografiert habe und den schwarzen Hintergrund sowieso nicht ausleuchten wollte. Zudem kann man die Hintergründe auch aushängen lassen. So lassen sich mit etwas Geduld auch einige Falten entfernen.

Mit dem Inhalt des Sets kann man verschiedene Lichtkonfigurationen aufbauen und ausprobieren. Zangenlicht, Streiflicht, Low-Key, High-Key und viele andere Setups sollten mit diesem Set kein Problem darstellen. Da es sich bei den Softboxen um Dauerlichter handelt, muss man sich aber gewiss sein, dass die Leistung der Lampen im Gegensatz zu Studioblitzen etwas begrenzt ist. Die Dauerlichter haben dafür den Vorteil, dass man bei Veränderung der Positionierung des Modells oder der Lichter sofort das Ergebnis sieht. Das ist bei Blitzen nicht gegeben.

Mein Fazit zum OUBO Fotostudio-Set

Wenn dein Geldbeutel begrenzt ist und du dich dennoch in der Studiofotografie ausprobieren möchtest oder du für das nächste Fotogeschenk eine gut belichtete Szene benötigst, bist du mit dem OUBO Fotostudio-Set von Amazon gut bedient. Gerade für Gelegenheitsfotografen ist dieses Set zu empfehlen, da man mit Hilfe der beiden mitgelieferten Taschen das ganze Set auf die Größe einer kleinen Reisetasche zusammenpacken und somit leicht im Bettkasten oder in einem Schrank verstauen kann. Für rund 85€ erhält man hier eine ganze Menge Equipment, welches, wenn man es richtig bedient, die Qualität deiner Fotos merklich steigern kann. Ich kann es nur empfehlen.

Hallo Zusammen! In diesem Artikel geht es um das 50mm f1.8 Objektiv für den Canon FD Mount, welches ich seit Kurzem mein Eigen nennen darf. Das Vintage-Objektiv, dessen Baureihe im Jahr 1978 startete, stammt aus Zeiten der analogen Fotografie. Daher muss das Objektiv auch komplett manuell bedient werden. Erworben habe ich das Objektiv für rund 34€ bei Ebay. Bei meiner Recherche stieß ich auf mehrere Blogeinträge und YouTube-Videos, die diesen Objektiven einen ganz besonderen Charakter zugeschrieben haben.

CANON FD 50MM F1.8 FRONT

Vintage-Objektive sind an nahezu allen spiegellosen Systemkameras adaptierbar

Da ich derzeit mit einem Kamerasystemwechsel zu Micro Four Thirds liebäugle und mein aktuelles Objektiv, das 50mm f2.0 von Meike für Sony's E-Mount, leider defekt ist, wollte ich mir ein Objektiv kaufen, welches ich an beiden Systemen mit Hilfe eines Adapters verwenden kann. Für den Sony E-Mount meiner Sony Alpha 5000 habe ich den entsprechenden Neewer Adapter auf Amazon [ kein Affiliate-Link ;) ] für rund 14€ gekauft. Dieser ist durchaus solide gebaut und erfüllt seinen Zweck mit Bravour.

CANON FD 50MM F1.8 SEITE

Optische Eigenschaften des Canon FD 50mm f1.8

Ich habe das Objektiv nun einige Tage getestet und ich bin mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. Die Farben, die durch das Objektiv und dem vom Händler mitgelieferten Skylight-Filter produziert werden, sind sehr warm und für Portrait-Aufnahmen ein echter Mehrwert für die sonst sehr neutralen Farben des Sony Sensors. Das Bokeh ist sehr weich und trotzdem nicht zu vergleichen mit dem des Meike Objektivs. Es hat irgendwie eine eigene Nuance.

LE CALME EN PERSONNE
SKADI BW PORTRAIT III
AQUARIUM

Konstruktion und Verarbeitung des Vintage-Objektivs

Die Verarbeitung ist auf einem ganz anderen Niveau im Vergleich zum 50mm f2.0 von Meike. Der manuelle Blendenring rastet bei jeder halben Blende kurz ein. Für mich ist das ein wahnsinniger Vorteil, da ich mir, wenn ich einmal eine Blende eingestellt habe, sicher sein kann, dass sich diese nicht verstellt. Bei dem Objektiv von Meike "verrutschte" die Blende des Öfteren. Das führte dazu, dass man meist mit Blende f2.1 - f2.3 fotografierte anstatt mit der maximalen Offenblende von f2.0. Das ist nicht tragisch, aber ärgerlich, da man sich so ein Objektiv genau dafür zulegt.

Eine Sache ist mir an dem Canon FD 50mm f1.8 aufgefallen, die mir kurz einen kleinen Schreck bereitete. Wenn man das Objektiv ohne den Adapter in der Hand hat und versucht den Blendenring zu drehen, dann rutscht dieser weiter ohne die Blende zu verstellen. Im ersten Augenblick dachte ich tatsächlich, dass ich ein defektes Objektiv gekauft hätte. Ist das Objektiv an dem Adapter befestigt funktioniert jedoch alles wie gewohnt. Ich denke, dass dies bedingt durch die Konstruktion des Mechanismus ist.

Mein Fazit zum Canon FD 50mm f1.8

Mit einem Anschaffungspreis von rund 34€ und den Zusatzkosten von rund 14€ für den Adapter ist das Vintage-Objektiv mit rund 48€ in der Anschaffung nicht nur um die Hälfte günstiger wie das 50mm f2.0 von Meike, sondern meiner Meinung nach auch doppelt so gut wie eben dieses. Der einzige richtige Nachteil ist das Gewicht. Das FD-Objektiv an sich hat ungefähr das gleiche Gewicht wie das von Meike. Jedoch bringt der Adapter noch einiges an Gewicht mit und die Kombination aus Adapter und Objektiv ist auch um ein paar Zentimeter länger als das Objektiv von Meike. Für den Preis kann man aber nicht meckern und das Fotografieren mit dem Canon FD 50mm f1.8 macht richtig Spaß. Wer mit einem solchen Vintage-Objektiv liebäugelt, dem kann ich nur empfehlen zuzuschlagen, da man bei dem Preis kaum etwas falsch machen kann!

Die Bilder von diesem Album sind allesamt zwischen Juni und Oktober im Jahr 2018 entstanden.

STINGING NETTLE

Das Bild 'STINGING NETTLE' ist ein Bild von einer Brennessel aufgenommen mit meiner Sony Alpha 5000, den Makro-Zwischenringen von Neewer und dem 50mm f2 Objektiv von Meike. Bei diesem Bild, wie auch bei vielen anderen in diesem Album, habe ich versucht, eine sehr geringe Schärfentiefe zu erreichen. Bei diesem Bild hier finde ich den Hintergrund besonders "cremig". Man kann den Rest der Pflanze im Bokeh nur noch erahnen.

JUST PURPLE

Im Bild 'JUST PURPLE' habe ich besonderen Wert auf den Farbkontrast gelegt. Da der Hintergrund dunkel und monoton ist, heben sich die knalligen Rosen besonders gut von ihm ab. Dieses Bild ist ein guter Beweis dafür, dass auch in den Farbkontrasten ein enormes Freistellungspotenzial liegt.

FRESH FERN

'FRESH FERN' ist ein gutes Beispiel dafür, wie man verschiedene Kontraste benutzen kann, um den Blick des Betrachters auf das Motiv zu lenken. Hier habe ich die Kontraste Hell <-> Dunkel, Farbe <-> Monochrom und Schärfe <-> Unschärfe genutzt. Des Weiteren ergibt sich aus dem Motiv ein weiterer Kontrast, denn dieser Farn wächst wie man sieht aus einer Steinwand heraus, wobei die Steine eine gewisse Kälte und Lebensfeindlichkeit ausstrahlen und der Farn für die Natur und das Leben steht. Er trotzt den widrigen Bedingungen, wächst und bleibt standhaft.

WITHERED

Dieses Bild habe ich 'WITHERED' genannt, da es in bereits verwittertes Blatt an einem Zweig darstellt. Dieses Bild ist inhaltlich das komplette Gegenteil zum Vorherigen. Auch dieses Bild habe ich mit Hilfe der Makrozwischenringe aufgenommen.

L'ODEUR

Das Bild 'L'ODEUR' ist eine Low-Key-Fotografie, das heißt, dass ich bei diesem Bild eine gezielte Unterbelichtung vorgenommen habe. Dadurch wird der Kontrast zwischen den hellen und den dunklen Bildbereichen maximiert.

IN DEPTH

Das Bild 'IN DEPTH' ist eines der schärfsten Fotos, die ich bisher aufgenommen habe. Durch die Makrozwischenringe, die ich auch in diesem Bild verwendet habe, ist die Schärfentiefe besonders gering. Diese schmale Ebene hat durch die frontale Perspektive ausgereicht, um die gesamte Pflanze scharf abzubilden.

SILENT BEAUTY

Das Bild 'SILENT BEAUTY' ist ebenso im Stil seiner Vorgänger. Hier finde ich vor Allem die Form der Blüten interessant. Leider weiß ich bis heute nicht, wie diese Blume heißt. Vielleicht bekomme ich es irgendwann raus. Festgehalten habe ich diese ruhige Schönheit jedenfalls für die Ewigkeit.

FALLEN LEAVES

Das Bild 'FALLEN LEAVES' ist im "goldenen" Oktober entstanden. Der ganze Wald war in warmen Farben gekleidet und das Wetter war sonnig. An diesem echt schönen Tag habe ich leider etwas Schwierigkeiten gehabt kreative Motive zu finden. Dann erinnerte ich mich an einen Spruch aus einem Video von Peter McKinnon: "You have to go the extra mile!". Ich wechselte also immer wieder die Perspektive und habe schlussendlich dieses Foto gemacht!

BEHIND BARS

Das Bild 'BEHIND BARS' ist das letzte Bild in diesem Album. Es steht zu den anderen Bildern im direkten Kontrast, da es nicht die Blumen im Fokus hat, sondern der Fokus auf dem davor stehenden Drahtzaun liegt. Durch die gezielte Entsättigung soll dieser Kontrast noch einmal verstärkt werden.

NATURE 2018: Ein persönliches Fazit

Die Fotos in diesem Album sind vor Allem Markofotografien und Fotografien mit geringer Schärfentiefe, also quasi Pflanzenportraits. Diese Art der Fotografie hat definitiv seinen Reiz, jedoch gefallen mir persönlich andere Teilbereiche der Fotografie besser. Es war dennoch eine tolle Erfahrung und eine durchaus lohnenswerte Übung für den Umgang mit der Kamera!

Das war auch schon mein Beitrag zu meinem neuen Album 'NATURE 2018' wenn dir dieser Beitrag gefallen hat würde ich mich sehr über deinen Besuch auf meiner Instagramseite freuen.

In diesem Sinne: Bis bald!

Es ist soweit: mein Portfolio wird mit Leben gefüllt! Ich habe mein erstes Album 'MONOCHROME 2018' in mein Portfolio aufgenommen. In diesem Beitrag erfährst du mehr über die Bilder des Albums.

ENJOY THE SILENCE

Das Bild 'ENJOY THE SILENCE' ist auf dem Hauptfriedhof in Plauen entstanden. Bei einem gemütlichen Spaziergang über den Friedhof ist mir dieses Motiv aufgefallen. Besonders finde ich die Kontraste im Schriftzug des Grabsteins. Den Namen habe ich gewählt, da dieser Grabstein abseits der anderen stand und schon mit Vegetation bedeckt war. Vielleicht ist es auch ein in Vergessenheit geratener Ort. Die dortige Stille war unglaublich schön.

EVERY HUMAN HAS HIS ANGEL

Das Bild 'EVERY HUMAN HAS HIS ANGEL' ist ebenfalls auf dem Hauptfriedhof in Plauen entstanden. Dieser Engel träumte auf einem ebenfalls leicht abgelegenem Grab. Der Gedanken daran, dass jeder Mensch einen kleinen Schutzengel hat, der selbst im Tod über ihn wacht, bewegte mich zur Wahl des Bildtitels.

ON THE WAY TO NECKARGEMÜND

Das Bild 'ON THE WAY TO NECKARGEMÜND' ist am Anfang des Jahres entstanden. Die Sonne kam früh morgens mit einer besonders schönen Lichtstimmung über den Berg und schien auf die Bäume am Flussufer. Das Containerschiff fuhr in dem Moment gerade in Richtung Neckargemünd. Daher auch der Name. An diesem Bild gefällt mir besonders die außergewöhnliche Lichtstimmung und die enorme Tiefe, welche durch die verschiedenen Ebenen im Bild erreicht wird.

WAITING FOR THE MISTRESS

Auf dem Bild 'WAITING FOR THE MISTRESS' ist meine Akita Inu - Mischlingshündin Skadi zu sehen, die, wie man unschwer erkennen kann, gerade auf das Frauchen wartet. Dieses Foto ist an einem gemeinsamen Tag mit der Familie in der Stadt entstanden. Neben dem Motiv an sich finde ich die schöne Lichtstimmung und das Bokeh an diesem Bild besonders schön.

REFLEXION

Das Bild 'REFLEXION' ist an der Schleuse in Heidelberg vor der Alten Brücke entstanden. Es ist eins der wenigen Bilder, das ich dieses Jahr mit Stativ gemacht habe, da ich zugegebenermaßen zu faul bin, es ständig mitzunehmen, um es dann doch nicht zu benutzen. Ich bin eben kein Landschaftsfotograf...

JUST ANOTHER SUPERB VIEW

'JUST ANOTHER SUPERB VIEW' ist ein weiterer Versuch von mir in der Landschaftsfotografie. Durch den Weitwinkel wirken die Wolken sehr dramatisch, dazu trägt auch die Reflexion im Wasser bei. Der Bildausschnitt ist leider etwas unglücklich. Hier hätte ein Crop zwar dem Bildaufbau gut getan, jedoch hätte ich dadurch große Teile des Himmels verloren.

WITHOUT A LIGHT

Das Bild 'WITHOUT A LIGHT' ist eines meiner liebsten Bilder in diesem Album! Offenblendig mit einer kurzen Telebrennweite fotografiert, bekommt das Bild durch die daraus resultierende geringe Schärfentiefe eine tolle Raumwirkung. Aufgenommen habe ich das Bild auf dem Ehrenfriedhof auf dem Königstuhl in Heidelberg.

FALL IS COMING

Die bewusst als Silhouetten fotografierten Zugvögel sollen dem Bild 'FALL IS COMING' eine etwas düstere Endjahresstimmung geben. Aufgenommen habe ich dieses Bild auf einem Spaziergang durch meinen Wohnort.

DRAMATIC SKY

Das Bild 'DRAMATIC SKY' folgt dem selben Konzept wie das vorherige Bild. Auch hier ist das Motiv im Vordergrund bewusst unterbelichtet als Schatten dargestellt um die Details im Himmel zu bewahren. Ich liebe diese Art von schwarz-weiß Fotografie!

MONOCHROME 2018: Ein persönliches Fazit

Die schwarz-weiß Fotografie ist eines meiner liebsten Gebiete in der Fotografie. Da man sich bei der Farbe als Gestaltungsmerkmal einschränkt, erhält man mehr Fokus auf die anderen Elemente, wie zum Beispiel die Kontraste zwischen Licht und Schatten oder Schärfe und Unschärfe.

Ich werde in 2019 definitiv weitere schwarz-weiß Fotos machen. Wahrscheinlich werde ich mir hier noch ein Paar Themen aussuchen zu denen ich kleinere Fotografieprojekte durchführen werde.

Ich hoffe dir haben meine Bilder gefallen. Falls dem so ist, würde ich mich sehr freuen, wenn du mal auf meinem Instagram-Account 'tobiaskuerschner' vorbeischaust. Hier teile ich deutlich mehr Bilder als hier auf meiner Portfolioseite.

In diesem Sinne wünsche ich gut Licht!

Bis bald.

Hallo lieber Besucher!

Zu erst möchte ich Dir für dein Interesse an meiner Arbeit danken! Diese Website wird in Zukunft der Dreh- und Angelpunkt meines kreativen Schaffens werden. Hier werden unter anderem Fotos und Neuigkeiten aus meinen Fotoprojekten veröffentlicht.

Da ich die Fotografie nur als Hobby in meiner Freizeit betreibe, möchte ich Dich um dein Verständnis bitten, dass es mitunter vorkommen kann, dass ich die Inhalte dieser Website auch lange Zeit nicht erweitern oder aktualisieren kann.

Wenn Du an meinen Fotos interessiert bist und mich unterstützen möchtest, dann kannst Du mir gerne über Instagram folgen. Dort veröffentliche ich weitaus mehr Fotos und halte euch in meinen Stories auf dem Laufenden.

@tobiaskuerschner auf Instagram

Vielen Dank!

Tobias