Hallo Zusammen! In diesem Artikel geht es um das 50mm f1.8 Objektiv für den Canon FD Mount, welches ich seit Kurzem mein Eigen nennen darf. Das Vintage-Objektiv, dessen Baureihe im Jahr 1978 startete, stammt aus Zeiten der analogen Fotografie. Daher muss das Objektiv auch komplett manuell bedient werden. Erworben habe ich das Objektiv für rund 34€ bei Ebay. Bei meiner Recherche stieß ich auf mehrere Blogeinträge und YouTube-Videos, die diesen Objektiven einen ganz besonderen Charakter zugeschrieben haben.

CANON FD 50MM F1.8 FRONT

Vintage-Objektive sind an nahezu allen spiegellosen Systemkameras adaptierbar

Da ich derzeit mit einem Kamerasystemwechsel zu Micro Four Thirds liebäugle und mein aktuelles Objektiv, das 50mm f2.0 von Meike für Sony's E-Mount, leider defekt ist, wollte ich mir ein Objektiv kaufen, welches ich an beiden Systemen mit Hilfe eines Adapters verwenden kann. Für den Sony E-Mount meiner Sony Alpha 5000 habe ich den entsprechenden Neewer Adapter auf Amazon [ kein Affiliate-Link ;) ] für rund 14€ gekauft. Dieser ist durchaus solide gebaut und erfüllt seinen Zweck mit Bravour.

CANON FD 50MM F1.8 SEITE

Optische Eigenschaften des Canon FD 50mm f1.8

Ich habe das Objektiv nun einige Tage getestet und ich bin mit den Ergebnissen durchaus zufrieden. Die Farben, die durch das Objektiv und dem vom Händler mitgelieferten Skylight-Filter produziert werden, sind sehr warm und für Portrait-Aufnahmen ein echter Mehrwert für die sonst sehr neutralen Farben des Sony Sensors. Das Bokeh ist sehr weich und trotzdem nicht zu vergleichen mit dem des Meike Objektivs. Es hat irgendwie eine eigene Nuance.

LE CALME EN PERSONNE
SKADI BW PORTRAIT III
AQUARIUM

Konstruktion und Verarbeitung des Vintage-Objektivs

Die Verarbeitung ist auf einem ganz anderen Niveau im Vergleich zum 50mm f2.0 von Meike. Der manuelle Blendenring rastet bei jeder halben Blende kurz ein. Für mich ist das ein wahnsinniger Vorteil, da ich mir, wenn ich einmal eine Blende eingestellt habe, sicher sein kann, dass sich diese nicht verstellt. Bei dem Objektiv von Meike "verrutschte" die Blende des Öfteren. Das führte dazu, dass man meist mit Blende f2.1 - f2.3 fotografierte anstatt mit der maximalen Offenblende von f2.0. Das ist nicht tragisch, aber ärgerlich, da man sich so ein Objektiv genau dafür zulegt.

Eine Sache ist mir an dem Canon FD 50mm f1.8 aufgefallen, die mir kurz einen kleinen Schreck bereitete. Wenn man das Objektiv ohne den Adapter in der Hand hat und versucht den Blendenring zu drehen, dann rutscht dieser weiter ohne die Blende zu verstellen. Im ersten Augenblick dachte ich tatsächlich, dass ich ein defektes Objektiv gekauft hätte. Ist das Objektiv an dem Adapter befestigt funktioniert jedoch alles wie gewohnt. Ich denke, dass dies bedingt durch die Konstruktion des Mechanismus ist.

Mein Fazit zum Canon FD 50mm f1.8

Mit einem Anschaffungspreis von rund 34€ und den Zusatzkosten von rund 14€ für den Adapter ist das Vintage-Objektiv mit rund 48€ in der Anschaffung nicht nur um die Hälfte günstiger wie das 50mm f2.0 von Meike, sondern meiner Meinung nach auch doppelt so gut wie eben dieses. Der einzige richtige Nachteil ist das Gewicht. Das FD-Objektiv an sich hat ungefähr das gleiche Gewicht wie das von Meike. Jedoch bringt der Adapter noch einiges an Gewicht mit und die Kombination aus Adapter und Objektiv ist auch um ein paar Zentimeter länger als das Objektiv von Meike. Für den Preis kann man aber nicht meckern und das Fotografieren mit dem Canon FD 50mm f1.8 macht richtig Spaß. Wer mit einem solchen Vintage-Objektiv liebäugelt, dem kann ich nur empfehlen zuzuschlagen, da man bei dem Preis kaum etwas falsch machen kann!