Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Was ist Bildkomposition?

Wenn du ein wiederkehrender Leser meines Blogs bist, weißt du sicher bereits, dass ich gerne mit den Informationen von Wikipedia arbeite. Die nachfolgende Definition von Bildkomposition ist ebenfalls von Wikipedia:

"Bildgestaltung [oder BildKomposition] ist die Anordnung und Verbindung formaler Elemente in einem Kunstwerk der bildenden Kunst. Sie werden auch bei der Bildbetrachtung oder auch Bildanalyse bedeutsam."
- Wikipedia: Bildgestaltung

Alles das, was du bewusst tust um dein Foto zu gestalten, zählt zur Bildkomposition. Wählst du BEWUSST eine geringe Schärfentiefe, eine besondere Perspektive oder einen besonderen Farbraum, wie beispielsweise Schwarz-Weiß, für dein Bild, so ist das ein Teil deiner Bildkomposition, da du als Künstler dem Foto als deinem Kunstwerk aktiv Elemente hinzufügst oder entfernst.

Warum wir auf die Bildkomposition achten sollten

Der Grund dafür ist tief in der Natur des Menschen verankert...

"Die Aufmerksamkeit ist die Fokussierung eines Sinnes (hier des Sehens) auf einen bestimmten Sinneseindruck. Der Bildteil, auf den die Aufmerksamkeit eines Betrachters gelenkt ist, wird weitaus schärfer und brillanter wahrgenommen als der Rest des Blickfeldes. Das liegt sowohl an der Verarbeitung durch die kognitiven Prozesse im Gehirn als auch am Aufbau des Auges. Die Aufmerksamkeit muss also zugeteilt werden. Der Mensch konzentriert seine Aufmerksamkeit zunächst auf potentiell interessante Bildelemente." - Wikipedia: Psychologische Grundlagen der Bildgestaltung

In diesem Absatz liegt der Grund weshalb wir als Fotografen auf die Bildkomposition achten sollten: Aufmerksamkeit! Ein gut durchdachtes Bild mit den richtigen Bildelementen an genau den richtigen Stellen hebt unsere Bilder von den normal "geknipsten" Bilder ab. Und dabei ist es egal welche Kamera wir benutzen. Das Wissen über die Bildkomposition kann man auch mit der Kamera vom Handy anwenden. Die "große" Kamera ist eigentlich nur das Werkzeug um auf bestimmte Situationen vorbereitet zu sein, die man mit einer Kompakt- oder Handykamera gar nicht oder nicht annähernd so gut einfangen kann. Hiermit möchte ich die Profikameras keinesfalls schlechtreden. Nicht jeder braucht sie wirklich, dennoch sie haben ihre Daseinsberechtigung. :)

PERSPECTIVES

Mein erster Tipp für deine Bildkomposition: Nutze ungewöhnliche Perspektiven!

In diesem Beitrag gibt es auch gleich noch einen ersten kurzen Tipp für dich: versuche ungewöhnliche Perspektiven zu nutzen.

Ungewöhnliche Perspektiven sind relativ leicht zu erkennen. Jede Perspektive, die von uns nicht regelmäßig wahrgenommen wird, ist potenziell spannend. Dazu zählen unter anderen die Low-Angle und High-Angle Perspektive. Hier ein kurzes Beispiel: Bei der Haustier- bzw. Kinderfotografie ist es extrem wichtig, sich auch auf die Augenhöhe seines Models zu begeben. Diese Low-Angle-Bilder zeigen das Tier oder das Kind aus einer Perspektive, die für die Besitzer des Tiers oder Eltern des Kindes nicht alltäglich ist und im Vergleich nur sehr selten wahrgenommen wird. Dadurch bekommt das Bild auf Anhieb ein gutes Maß an Spannung.

Hat dir der Beitrag gefallen? Dann würde ich mich über einen Kommentar unter diesem Beitrag freuen! :) Ich lade dich ebenfalls herzlich dazu ein, einmal auf meinem Instagramprofil vorbeizuschauen.

In diesem Sinne: Bis bald!