Hallo Zusammen!

In dieser Beitragsreihe möchte ich ein paar meiner Tricks in der Bildkomposition mit euch teilen. Diese Tipps werden dir dabei helfen, sofort bessere Bilder zu fotografieren, egal welche Kamera du hast. Alle "Regeln", die ich in diesen Beiträgen vorstelle, können auch BEWUSST gebrochen werden, um damit eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen.

Entferne überflüssige und störende Bildelemente

In diesem Tipp geht es vor allem darum, dass man vermeiden sollte zu viele Elemente zur gleichen Zeit im Bild zu haben. Hat man zu viele Bildelemente sorgt das beim Betrachter für Ablenkung. Er wird damit beschäftigt sein, sich alles anzuschauen. Deine Intention oder gar dein eigentliches Motiv können dadurch in den Hintergrund geraten. Ziel ist also ein minimalistisches und bewusstes Ausfüllen des Bildes.

Um das zu verhindern solltest du zunächst zufällige, störende und offensichtliche Dinge aus deinem Bild entfernen. Ein kleines Beispiel: du möchtest ein Portrait von deinem Partner im Park machen. Achte darauf, dass kein Müll im Bild liegt. Auch Äste und Zweige, die in das Bild ragen, sind zunächst nicht erwünscht. Geht einfach ein paar Schritte weiter. Der Müll und der Ast sind Bildelemente, die mit deinem Motiv eigentlich nichts zu tun haben, aber dennoch können sie die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich ziehen. Sie zu entfernen kann dein Foto um einiges aufwerten.

Berührung von Bildelementen vermeiden

Hat man sich dafür entschieden mehrere Bildelemente zu nutzen, sollte man besonders darauf achten, dass sich die Elemente nicht berühren. Die klare Trennung sorgt für mehr Fokus auf dem Motiv. Ein Fotobeispiel von mir kannst du unter diesem Abschnitt sehen. Meine Sohn steht mit der Hand angelehnt an einem Baum und mit dem Rücken zu mir. Durch die geringe Berührungsfläche sind beide Elemente optisch leicht voneinander zu trennen. Würde er aber mit dem Rücken am Baum stehen, wäre diese Trennung nicht mehr gegeben und ich hätte dieses Foto anders fotografieren müssen.

RESTING

Langzeitbelichtung für minimalistische Bildkomposition in der Landschaftsfotografie

Auch in der Landschaftsfotografie kann man diesen Tipp anwenden. Hier sollte man sich auf 3 bis 4 Bildelemente begrenzen. Einige Bildelemente können hierbei sehr viel Fläche einnehmen, wie beispielsweise der Himmel oder das Wasser. Gerade bei diesen Bildelementen kann es sich lohnen eine Langzeitbelichtung mit ND-Filter durchzuführen. Durch die Langzeitbelichtung wirken Wasser und Himmel auf dem Bild wie "geglättet". Dieser Effekt wirkt sich ebenfalls positiv auf die minimalistische Bildkomposition aus.

Trenne dein Motiv vom Hintergrund

Ein weiterer wichtiger Schritt hin zur guten Bildkomposition ist es dein Motiv so herauszuarbeiten, sodass eine Trennung zwischen den Bildebenen Vordergrund, Mittelgrund und Hintergrund entsteht. Diese Trennung geschieht optisch vor allem über Kontraste. Von vielen Fotografen wird hier sehr gerne der Kontrast von scharfen Bildbereichen zu unscharfen genutzt. Aber auch Kontraste in Form, Farbe und Helligkeit sind hier denkbar. Dadurch sollte dein Motiv im besten Fall zu dem Eyecatcher in deinem Bild werden.

Zusammenfassung: Ist weniger besser oder doch zu wenig?

Bei der Bildkomposition als künstlerischen Aspekt innerhalb der Fotografie gibt es kein richtig oder falsch. Wichtig ist nur, dass du dich bewusst für deine Stilmittel entscheidest. Wenn du den umgekehrten Effekt nutzen möchtest und den Betrachter auf den ersten Blick verwirren oder dein Motiv sogar im Bild verstecken möchtest, dann musst du diesen Tipp unweigerlich umgekehrt betrachten.

Vielen Dank für's Lesen! Ich hoffe dir hat mein Beitrag zur bewusst minimalistischen Bildgestaltung gefallen. Wenn dem so ist würde ich mich sehr darüber freuen, wenn du meinen Blog bald wieder besuchst.

In diesem Sinne: bis bald!